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Der Goldpreis schwankt um die 5.200 Dollar pro Unze, nachdem neue US-Inflationsdaten für Unruhe an den Finanzmärkten gesorgt haben. Investoren sind erneut unsicher über den zukünftigen Zinspfad der Federal Reserve. Gleichzeitig zeigt der Silberpreis einen starken Anstieg: Das Edelmetall stieg um fast 6 % und erreichte 93 Dollar, womit es Gold deutlich hinter sich lässt.
Aus Daten des US-Arbeitsministeriums geht hervor, dass der Produzentenpreisindex im Januar um 0,5 Prozent gestiegen ist. Das liegt über der erwarteten Steigerung von 0,3 Prozent. Zudem wurde der Dezember-Wert auf 0,4 Prozent nach oben korrigiert.
Das bringt Anleger in eine schwierige Lage. Höhere Inflation könnte bedeuten, dass die Federal Reserve die Zinssenkungen weiter hinauszögert. Höhere Zinsen und steigende Anleiherenditen sind in der Regel negativ für Gold, da es keine Zinsen abwirft. Gleichzeitig suchen Investoren in Zeiten steigender Inflation und Unsicherheit Schutz in Gold.
Auf dem Chart ist zu sehen, dass Gold kürzlich über 5.170 Dollar ausgebrochen ist und sich nun um 5.240 Dollar bewegt. Technische Analysten beobachten die Zone zwischen 5.220 und 5.320 Dollar genau. Ein überzeugender Durchbruch über 5.220 Dollar könnte den Weg zu 5.350 Dollar ebnen. Fällt der Preis unter 5.140 Dollar, rückt die Marke von 5.000 Dollar als wichtige Unterstützung wieder in den Fokus.

Die Märkte warten zudem auf die verzögerte Kerninflation, gemessen über den sogenannten PCE-Index, die später veröffentlicht wird. Diese Zahl gilt als bevorzugtes Inflationsmaß der Fed.
Während Gold konsolidiert, zeigt Silber ein weitaus stärkeres Bild. Der Silberpreis stieg um fast 6 Prozent und erreichte 93 Dollar, womit Silber deutlich besser abschneidet als Gold.
Silber profitiert von zwei Faktoren. Zum einen folgt das Edelmetall oft den Bewegungen von Gold, jedoch mit stärkeren Ausschlägen. Zum anderen gibt es eine hohe industrielle Nachfrage, insbesondere aus der Solarenergiebranche und der Elektronik. In Zeiten von Optimismus über die wirtschaftliche Aktivität kann das den Preis zusätzlich stützen.

Auf dem Chart ist seit Beginn des Nachmittags eine deutliche Beschleunigung erkennbar. Das Handelsvolumen stieg nach der Veröffentlichung der PPI-Daten erheblich an, was auf erhöhte Aktivität unter den Investoren hinweist.
Neben der Inflation spielt auch die Geopolitik eine Rolle. Die USA meldeten Fortschritte in Gesprächen mit Iran, jedoch ist ein definitives Abkommen noch nicht in Sicht. Gleichzeitig bleiben neue Importzölle ein realistisches Szenario.
Zuvor hatte eine Entscheidung der USA, nicht-essenzielles Botschaftspersonal aus Israel zurückzuholen, bereits zu einer erhöhten Nachfrage nach sicheren Häfen geführt. In solchen Zeiten verlagern Anleger oft Kapital in Gold und Silber.
Die kommenden Wochen werden entscheidend sein. Sollte die Inflation erneut enttäuschen und der Dollar weiter anziehen, könnte das Druck auf den Goldpreis ausüben. Bei Anzeichen wirtschaftlicher Schwäche oder einer Eskalation im Nahen Osten könnte jedoch die Nachfrage nach Edelmetallen weiter steigen.
Momentan beobachtet der Markt die Monatsschlussmarke von Gold über 5.200 Dollar genau. Gleichzeitig fragen sich Anleger, ob die Silberrally tatsächlich erst begonnen hat.
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