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Der Start der Optionen für den Bitcoin-ETF von BlackRock war ein Erfolg, aber wie realistisch sind die „Erwartungen“ der Händler, die auf Kurse von 176.000 Dollar setzen? Am ersten Handelstag erzielten die Optionen ein Handelsvolumen von 1,9 Milliarden Dollar.
Am ersten Handelstag zeigten die Bitcoin-ETF-Optionen eine deutliche Disbalance. Es wurden 288.740 Call-Optionen im Vergleich zu 64.790 Put-Optionen gehandelt. Das ergibt ein Verhältnis von 4,4:1 und deutet darauf hin, dass der Markt sehr optimistisch gegenüber Bitcoin ist.
Aber sollten wir dieses Optimismus teilen, oder sind diese Handelsaktivitäten komplexer, als sie auf den ersten Blick erscheinen?
Optionen sind Finanzinstrumente, die es Händlern ermöglichen, auf Kursbewegungen zu spekulieren oder Risiken abzusichern, ohne den zugrunde liegenden Vermögenswert direkt zu kaufen.
Laut Marcel Pechman sollte man den gehandelten Optionen und den entsprechenden Kursen nicht zu viel Bedeutung beimessen. Ein Beispiel: 9.500 Kontrakte wurden für Optionen gehandelt, die am 20. Dezember auslaufen und nur dann einen Wert haben, wenn der Kurs des BlackRock-ETFs bei 100 Dollar liegt.
Ein Kurs von 100 Dollar für den BlackRock-ETF entspricht einem Bitcoin-Kurs von 175.824 Dollar.
Das klingt sehr bullish, doch diese Kontrakte kosten nur 0,15 Dollar pro Stück. Dieser Preis zeigt, dass der Markt die Wahrscheinlichkeit eines Bitcoin-Kurses von 175.824 Dollar am 20. Dezember als sehr gering einschätzt.
Die Schlussfolgerung von Pechman? Viele Händler nutzen diese günstigen Optionen wie Lotterielose. Natürlich kann in einem Monat viel passieren, aber Bitcoin müsste sehr aggressiv steigen, um dieses Kursziel zu erreichen.

Es gibt laut Pechman auch realistischere Beispiele. Eine Call-Option für einen BlackRock-ETF-Kurs von 65 Dollar, die am 17. Januar ausläuft, kostet 2,40 Dollar pro Kontrakt. Diese Option wird rentabel, wenn der Bitcoin-Kurs am genannten Datum bei 114.286 Dollar liegt. Das würde eine Steigerung von über 20 % für Bitcoin in den nächsten zwei Monaten bedeuten und sei laut Pechman ein weitaus realistischeres Szenario.
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