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Eine Entwicklung, die außerhalb des Finanzsektors kaum Beachtung findet, sorgt innerhalb der XRP-Gemeinschaft für Diskussionen. Der Kryptoforscher SMQKE verweist auf einen neuen Standard, der traditionelle Banken direkt mit Blockchain-Netzwerken verbinden könnte. Seiner Meinung nach erfolgt die Einführung zu einem bemerkenswerten Zeitpunkt, kurz vor einer wichtigen SWIFT-Frist, die im November 2026 in Kraft tritt.

Der Forscher sieht darin eine mögliche Chance für Ripple.

Warum XRP plötzlich ins Gespräch kommt

Die Diskussion dreht sich um ein Problem, das Banken seit Jahren beschäftigt: Wie können bestehende Bezahlsysteme mit Blockchain-Netzwerken kommunizieren, ohne dass Informationen verloren gehen?

Banken weltweit nutzen den ISO 20022-Standard zum Austausch von Zahlungsdaten. Dieser Standard gewinnt an Bedeutung, da Finanzinstitute ihre Systeme modernisieren. Gleichzeitig wächst das Interesse an der Blockchain-Technologie für internationale Zahlungen.

SMQKE sieht genau an dieser Schnittstelle eine interessante Entwicklung.

Tom Alaerts, der 27 Jahre bei SWIFT tätig war und an der Entwicklung von ISO 20022 mitwirkte, hat kürzlich ein offenes Rahmenwerk unter dem Namen pacs.crypto eingeführt. Das System ermöglicht es, bestehende ISO 20022-Zahlungsnachrichten direkt mit Blockchain-Transaktionen zu verknüpfen, ohne die vertraute Datenstruktur zu verlieren.

Dadurch könnten Banken ihre derzeitige Arbeitsweise weitgehend beibehalten und gleichzeitig Verbindungen zu Netzwerken für digitale Vermögenswerte herstellen.

SWIFT-Frist 2026 rückt in den Fokus

SMQKE zufolge wird die Einführung durch eine Änderung interessant, die SWIFT im November 2026 vornimmt.

Ab diesem Zeitpunkt müssen Banken weltweit Empfängeradressen strukturiert hinterlegen. Freitextfelder verschwinden weitgehend aus dem System. Diese vermeintlich kleine technische Anpassung könnte Experten zufolge die automatische Verarbeitung, Überprüfung und Verknüpfung von Zahlungsdaten mit anderen Systemen erheblich erleichtern.

Alaerts bezeichnet dies selbst als wichtigen Schritt, etwa für Sanktionsprüfungen und die Einhaltung von Vorschriften. Gleichzeitig stellt er fest, dass viele Banken bislang nur einen Bruchteil dessen nutzen, was ISO 20022 eigentlich ermöglicht.

Aus diesem Grund sieht SMQKE die Frist nicht nur als administrative Änderung. Je einheitlicher Finanzdaten werden, desto einfacher wird es, traditionelle Zahlungsnetzwerke mit Blockchain-Infrastrukturen zu verbinden.

Was hat Ripple damit zu tun?

Hier kommt XRP ins Spiel.

RippleNet, das Zahlungsnetzwerk von Ripple, verwendet seit Jahren PACS.008-Nachrichten. Das sind dieselben ISO 20022-Nachrichten, auf denen pacs.crypto aufbaut. Laut SMQKE bedeutet dies, dass Ripple technisch gesehen bereits nah an der Infrastruktur operiert, die Banken weltweit verwenden.

Seine Argumentation ist daher relativ einfach: Wenn Banken zunehmend nach ISO 20022 arbeiten und neue Standards wie pacs.crypto den Umstieg auf Blockchain erleichtern, könnten Netzwerke, die bereits auf diesen Standard ausgerichtet sind, davon profitieren. Das XRP Ledger gehört zu dieser Gruppe.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Banken automatisch auf XRP setzen. ISO 20022 ist kein exklusiver Standard von Ripple. Auch andere Blockchain-Netzwerke und Zahlungssysteme können damit arbeiten.

Wichtige Anmerkung

Obwohl die Theorie innerhalb der XRP-Gemeinschaft viel Beachtung findet, ist Vorsicht geboten.

Es gibt keine Hinweise darauf, dass SWIFT XRP verwenden wird. Auch hat Ripple keine Beteiligung an pacs.crypto angekündigt. Die Verbindung zwischen der SWIFT-Frist, dem neuen Rahmenwerk und der zukünftigen Verwendung des XRP Ledgers basiert auf Interpretationen von Marktanalysten.

Fest steht jedoch, dass Banken weltweit zunehmend in Standards investieren, die traditionelle Finanzsysteme näher an die Blockchain-Technologie bringen. Ob XRP letztlich eine wichtige Rolle in dieser Entwicklung spielen wird, wird sich erst in den kommenden Jahren zeigen.

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