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Der Kryptomarkt zeigte in der vergangenen Woche eine vorsichtige Erholung, doch XRP profitierte davon kaum. Während Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und Solana (SOL) zulegten, gab der XRP-Kurs um rund fünf Prozent nach.
Das ist bemerkenswert, weil US-XRP-ETFs bereits die vierte Woche in Folge frisches Kapital anzogen. Dennoch reicht diese Nachfrage der Anleger derzeit offenbar nicht aus, um den XRP-Kurs nach oben zu treiben.
Der XRP-Kurs fiel in der vergangenen Woche um rund fünf Prozent auf 1,03 Dollar. Damit bewegte sich XRP gegen den Trend des breiteren Kryptomarkts.
Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und Solana (SOL) stiegen im selben Zeitraum um etwa ein bis vier Prozent. Auch der gesamte Kryptomarkt legte zu. Die gemeinsame Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen erhöhte sich um 1,4 Prozent auf 2,19 Billionen Dollar.
Auffällig ist, dass der Kursrückgang bislang nicht zu Abflüssen aus US-XRP-ETFs führt. Bereits die vierte Woche in Folge floss netto Geld in diese Fonds. Nach Daten von SoSoValue kamen in der vergangenen Woche rund 1 Million Dollar hinzu.
Die Dynamik lässt allerdings deutlich nach. Die Zuflüsse lagen etwa 93 Prozent unter dem Niveau der Vorwoche. Zudem fällt der Betrag im Vergleich zu den Hunderten Millionen Dollar, die gleichzeitig in Bitcoin- und Ethereum-ETFs flossen, kaum ins Gewicht.
Damit entsteht ein auffälliges Spannungsfeld. Anleger ziehen zwar weiterhin netto kein Geld aus XRP-ETFs ab, doch die neuen Zuflüsse versiegen zusehends. Zugleich bleibt der XRP-Kurs zurück, während mehrere andere große Kryptowährungen wieder anziehen.
Eine mögliche Erklärung für den schwachen XRP-Kurs ist die anhaltende regulatorische Unsicherheit in den Vereinigten Staaten. Die Beratung des CLARITY Act im US-Senat wurde verschoben.
Das Gesetz soll mehr Klarheit über die Regeln für den Kryptomarkt schaffen. Einige Marktteilnehmer erwarten, dass dies auch für die Position von XRP und eine stärkere Beteiligung institutioneller Anleger wichtig sein könnte. Eine Abstimmung wird frühestens Mitte September erwartet.
Auf längere Sicht bleiben einige Marktteilnehmer optimistisch. Jake Claver, Vorsitzender der Digital Ascension Group, geht davon aus, dass XRP letztlich eine größere Rolle im internationalen Finanzsystem spielen könnte.
Aus seiner Sicht positioniert sich XRP zunehmend als globales Brückenasset. Er hält es sogar für möglich, dass der Coin künftig von der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) als Tier-1-Asset anerkannt wird.
Das würde bedeuten, dass Banken XRP als vollwertigen finanziellen Vermögenswert behandeln könnten. Dadurch könnte es für Banken einfacher werden, XRP in größerem Umfang zu halten und zu nutzen.
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