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Die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) will die Regeln für die Kryptobranche weiter anpassen. Die Behörde legte dafür drei neue Vorschläge vor, die Unternehmen und Anlegern mehr Klarheit geben sollen.
Die Pläne passen zur Linie von Präsident Donald Trump, kommen jedoch zu einem Zeitpunkt, an dem der Kongress an einem Gesetz arbeitet, das einen Teil der Zuständigkeiten der SEC auf die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) verlagern würde.
Die SEC hat die Vorschläge in ihre offizielle Agenda für den Rest des Jahres 2026 aufgenommen. Nach Ansicht von SEC-Chef Paul Atkins sollen die neuen Regeln einen klareren Regulierungsrahmen für Krypto schaffen und zugleich Innovation ermöglichen.
Die Vorschläge betreffen drei Bereiche des Marktes. Die SEC will neue Vorgaben für Krypto-Broker, für Krypto-Coins an nationalen Wertpapierbörsen und alternativen Handelsplattformen sowie für Ausnahmen ausarbeiten, die bestimmten Kryptoaktivitäten mehr Rechtssicherheit geben sollen.
Nach Angaben der Aufsicht sollen die neuen Regeln Unternehmen mehr Orientierung bieten, ohne den Anlegerschutz aus dem Blick zu verlieren.
„Die vorgeschlagenen Regeln können für mehr Klarheit am Markt sorgen, Investitionen fördern und Innovation im Kryptomarkt unterstützen. Zugleich sollen Anleger angemessen geschützt werden und die Informationen erhalten, die sie für fundierte Entscheidungen benötigen“, schreibt die SEC.
In Washington wird unterdessen am CLARITY Act gearbeitet, einem neuen Marktstrukturgesetz für Krypto. Sollte es verabschiedet werden, erhielte die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) eine größere Rolle bei der Aufsicht über den Kryptomarkt, während die SEC weiterhin für Krypto zuständig bliebe, das unter das Wertpapierrecht fällt.
Atkins hatte bereits zuvor erklärt, dass die SEC in der Zwischenzeit weiter an der Klärung der bestehenden Regeln arbeiten werde. Sollte der Kongress neue Gesetze beschließen, werde sich die Behörde daran anpassen.
Der neue Kurs der SEC stößt auch auf Kritik. Demokratische Politiker werfen der Regierung Trump vor, der Kryptobranche zu große Spielräume einzuräumen. Sie verweisen dabei darauf, dass mehrere Untersuchungen gegen große Kryptounternehmen, darunter Binance, Coinbase, Ripple Labs und Kraken, inzwischen eingestellt wurden.
Drei demokratische Mitglieder des Repräsentantenhauses schrieben im Januar in einem Brief an SEC-Chef Paul Atkins, dadurch sei eine Lage entstanden, in der Verstöße gegen das Wertpapierrecht nicht ausreichend verfolgt würden und Anleger schlechter geschützt seien.
Trump selbst sagte in dieser Woche vor Journalisten, er habe sich auch aus politischen Gründen stärker mit Krypto beschäftigt. Bemerkenswert ist, dass er Bitcoin nach seiner ersten Amtszeit noch als Betrug bezeichnet hatte, bevor er sich im Wahlkampf 2024 zunehmend positiv gegenüber der Kryptobranche positionierte.
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