Wo Bitcoin (BTC) jahrelang als spekulatives Experiment galt, rückt das digitale Gold nun in das Zentrum des globalen Finanzsystems.
Laut der Schweizer Kryptobank Sygnum wird das Jahr 2026 ein Wendepunkt: Regierungen und große Finanzinstitute werden dann in großem Umfang in Bitcoin und Blockchain-Technologie investieren.
Regierungen entdecken Bitcoin
Laut dem Sygnal Report von Sygnum werden 2026 einige Länder erstmals Bitcoin in ihre nationalen Reserven aufnehmen. Möglicherweise betrifft dies sogar G20-Länder. Dieser symbolische Schritt könnte erheblichen Kaufdruck erzeugen und BTC als Reservewert weiter legitimieren.
Die Bank erwartet, dass die anfängliche Allokation auf maximal ein Prozent der Reserven begrenzt bleibt, nennt den Signalwert jedoch „bedeutend“. Sygnum erklärt: „Wenn Länder miteinander konkurrieren, wird der Kauf von Bitcoin zu einem Wettlauf, schnell einzusteigen, statt zu einer grundsätzlichen Diskussion.“
Mehrere Länder haben bereits Interesse gezeigt. In Brasilien wurde letztes Jahr ein Gesetzesvorschlag diskutiert, Bitcoin zu den strategischen Reserven hinzuzufügen. In Deutschland forderte die Oppositionspartei AfD weniger Regulierung und die Aufnahme von BTC in die Staatsreserven.
Die Vereinigten Staaten verfügen bereits über eine nationale Bitcoin-Reserve. Diese umfasst 328.372 BTC, laut Angaben von BitcoinTreasuries, und wurde aus beschlagnahmten Coins aufgebaut. Ein offizielles Kaufprogramm existiert noch nicht, aber das US-Finanzministerium erwägt nun zusätzliche Bitcoin-Käufe.
Große Banken setzen auf Blockchain
Sygnum beobachtet auch eine Beschleunigung bei der Einführung von Blockchain-Technologie durch große Institutionen. Besonders die Tokenisierung von Anleihen, bei der Wertpapiere als digitale Tokens ausgegeben werden, steht im Fokus.
Nach Angaben der Bank werden bis 2026 bis zu zehn Prozent aller neuen Anleiheemissionen direkt tokenisiert. Das macht die Märkte effizienter und ermöglicht Handel rund um die Uhr.
Auch Unternehmen sammeln weiterhin Bitcoin. Mittlerweile halten 193 börsennotierte Unternehmen zusammen mehr als 1,1 Millionen BTC, was über fünfeinhalb Prozent des gesamten Angebots entspricht.
Darüber hinaus verwalten amerikanische Spot Exchange-Traded Funds (ETF‘s) bereits mehr als 1,49 Millionen BTC. Das entspricht etwa 7,5 Prozent aller verfügbaren Bitcoins. Ein Großteil dieses Zuflusses stammt vermutlich von institutionellen Investoren.
Kann Bitcoin auf 400.000 Dollar steigen?
Wenn Bitcoin (BTC) ein Viertel der Marktkapitalisierung von Gold erreicht, könnte der BTC-Kurs laut Sygnum auf 350.000 bis 400.000 Dollar pro Stück steigen.
Gold hat derzeit einen Marktwert von über 32 Billionen Dollar, während Bitcoin bei 1,9 Billionen Dollar liegt. Eine vergleichbare Rolle als Wertaufbewahrung würde somit einen Kursanstieg von über 300 Prozent bedeuten.
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