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Samsung und SK Hynix haben massive Investitionspläne für Chips, KI-Rechenzentren und neue Produktionsstandorte vorgestellt. An der Börse kamen die Ankündigungen jedoch schlecht an. Samsung verlor 4,7 Prozent, SK Hynix gab um 3,4 Prozent nach. Auch der breitere südkoreanische Aktienmarkt geriet unter Druck: Der KOSPI fiel um rund 2 Prozent.

Bemerkenswert ist das, weil beide Konzerne Vorhaben präsentierten, die zusammen Investitionen von rund 1,3 Billionen Dollar in den kommenden zehn Jahren vorsehen.
Die Samsung Group legte dem südkoreanischen Präsidenten Lee Jae-myung ein Investitionspaket von rund 1.000 Billionen Won vor. Die SK Group kündigte ein ähnliches Programm an. Das Kapital soll unter anderem in neue Chipfabriken, KI-Rechenzentren und den weiteren Ausbau von Chipclustern fließen.
Unter normalen Umständen würden solche Pläne Anleger überzeugen. Schließlich unterstreichen sie den Anspruch von Samsung und SK Hynix, eine zentrale Rolle in der globalen KI-Infrastruktur zu spielen. Derzeit richtet sich der Blick des Marktes jedoch nicht allein auf Wachstum.
Anleger fragen sich vor allem, ob die enormen Investitionen in KI am Ende ausreichend Rendite bringen.
Südkorea reagiert besonders empfindlich auf die Stimmung im Chipsektor. Samsung und SK Hynix stehen zusammen für rund 42 Prozent des KOSPI. Wenn Anleger weltweit Gewinne bei KI-Aktien mitnehmen, trifft das Seoul unmittelbar.
In der vergangenen Woche wurden an der südkoreanischen Börse sogar zweimal Handelsunterbrechungen ausgelöst, weil die Volatilität bei Chipaktien extrem zunahm. Das zeigt, wie nervös der Markt geworden ist.
Nach Monaten steigender Kurse hat sich die Stimmung gedreht. Nicht, weil KI plötzlich an Bedeutung verloren hätte, sondern weil Anleger an Bewertungen, Margen und dem Tempo weiterer Investitionen zweifeln.
Hinzu kam ein weiterer Rückschlag. Die Korea Exchange strich den geplanten Start wöchentlicher Optionen auf große Aktien wie Samsung, SK Hynix, Hyundai Motor und LG Energy Solution. Die Aufseher griffen ein, nachdem Privatanleger in großem Stil in ETFs mit zweifachem Hebel eingestiegen waren. Das hatte die Volatilität am KOSPI auf Rekordniveau getrieben.
Mit der Streichung dieser Optionen verschwand ein wichtiges Instrument für kurzfristig orientierte Händler. Das belastete unmittelbar die spekulative Nachfrage nach großen koreanischen Aktien.
Auch die Geopolitik bleibt ein Faktor. Die Vereinigten Staaten griffen am Wochenende iranische Militärziele an, woraufhin beide Seiten erneut vereinbarten, die Angriffe auszusetzen und weiter zu verhandeln. Das hält Anleger vorsichtig. Solange die Lage rund um Iran und die Straße von Hormus fragil bleibt, bleibt auch die Unsicherheit über Öl, Inflation und die globale Risikobereitschaft bestehen.
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