Russland prüft die Gründung eines neuen Kryptofonds. Das gab Evgeny Masharov, Mitglied der russischen Föderalen Öffentlichen Kammer, kürzlich bekannt. Der Fonds soll mit beschlagnahmten Kryptowährungen gefüllt werden, die anschließend „zum Nutzen des Staates“ eingesetzt werden. Dabei geht es um die Finanzierung gesellschaftlicher Zwecke wie soziale, ökologische und bildungsbezogene Projekte.
Erster Schritt in Richtung einer russischen Kryptoreserve?
In der internationalen Kryptogemeinschaft sorgt die Nachricht für großes Interesse. Einige sehen in der Initiative einen möglichen ersten Schritt hin zu einer offiziellen nationalen Kryptoreserve – vergleichbar mit den Vereinigten Staaten. Dort sind beschlagnahmte Bitcoins (BTC) mittlerweile durch eine Executive Order von Präsident Donald Trump Teil der strategischen Reserven geworden.
Strategische Kryptoreserve vorerst noch in weiter Ferne
Dennoch scheint eine vollwertige Kryptoreserve in Russland vorerst nicht geplant zu sein. Das russische Finanzministerium ließ kürzlich verlauten, dass es kurzfristig keine Pläne gebe, Kryptowährungen wie Bitcoin in die strategischen Staatsreserven aufzunehmen. Laut Vizeminister Vladimir Kolychev wäre dies erst möglich, wenn der Kryptofonds mindestens 7 bis 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ausmacht.
„Aus Sicht der souveränen Haushaltsreserven ist es für uns wichtig, dass die Vermögenswerte, in die diese Reserven investiert werden, sehr schnell und ohne große Preisabschläge verkauft werden können. Krypto-Assets sind derzeit noch zu volatil“, so Kolychev.
Wie viele Kryptowährungen besitzt Russland überhaupt?
Wie viele Kryptowährungen Russland tatsächlich besitzt, ist nicht bekannt. Die Regierung veröffentlicht keine Informationen darüber, welche Wallets sich unter ihrer Kontrolle befinden. Analysten gehen jedoch davon aus, dass Russland möglicherweise Bitcoins im Wert von mehreren hundert Millionen US-Dollar hält. Sollte der Fonds zustande kommen, könnte er somit sofort über beträchtliche Mittel verfügen.
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