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Die russische Staatsduma, das Unterhaus des Parlaments, hat einen Gesetzentwurf gebilligt, der erstmals einen umfassenden Rechtsrahmen für die Kryptobranche schafft. Handelsplattformen, Broker, Vermögensverwalter und Verwahrstellen müssen sich künftig auf klare Vorgaben und Aufsicht einstellen.
Mit dem neuen Gesetz will die russische Regierung Unternehmen der Branche mehr Rechtssicherheit geben. Der unter der Nummer 1194918-8 registrierte Entwurf gilt als einer der weitreichendsten Versuche Russlands, den Kryptomarkt gesetzlich zu regulieren.
Ein zentraler Punkt des Gesetzes ist, dass russische Unternehmen digitale Vermögenswerte im internationalen Handel nutzen dürfen. Damit können sie grenzüberschreitende Transaktionen abwickeln, ohne auf klassische Zahlungsnetzwerke angewiesen zu sein.
Innerhalb Russlands ändert sich dagegen wenig. Der Einsatz von Kryptowährungen zum Kauf von Waren und Dienstleistungen bleibt verboten. Die Regierung hält damit an ihrer bisherigen Linie fest: Krypto ist als Anlageinstrument erlaubt, nicht aber als offizielles Zahlungsmittel.
Unterzeichnet Präsident Wladimir Putin das Gesetz, treten die wichtigsten Bestimmungen am 1. September 2026 in Kraft. Anschließend gilt eine Übergangsfrist bis zum 1. Juli 2027, damit Unternehmen ihre Geschäftsabläufe an die neuen Regeln anpassen können.
Nach Angaben des russischen Mediums RBC Crypto wurde das Gesetz in enger Abstimmung mit Vertretern der Branche ausgearbeitet. Anatoli Aksakow, Vorsitzender des Finanzmarktausschusses der Staatsduma, erklärte, die Gesetzgeber hätten die Rückmeldungen der Marktteilnehmer bei der Ausarbeitung der Regeln so weit wie möglich berücksichtigt.
Mit dem neuen Gesetz geht Russland einen weiteren Schritt bei der Regulierung der Kryptobranche. Zugleich bleibt die Trennlinie klar: Krypto darf im internationalen Handel eingesetzt werden, bleibt als Zahlungsmittel innerhalb der Landesgrenzen aber verboten.
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