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Die US-amerikanische Kryptoindustrie leistet in diesem Jahr Schätzungen zufolge einen Beitrag von 55 Milliarden Dollar zur Wirtschaftsleistung. Das geht aus einer neuen Untersuchung der National Cryptocurrency Association (NCA) hervor, einer von Ripple Labs finanzierten Non-Profit-Organisation.

Dem Bericht zufolge reicht der Einfluss der Branche weit über Kryptounternehmen selbst hinaus. Indirekt stützt sie Hunderttausende Arbeitsplätze. Zugleich zeigt sich in diesem Jahr auch die andere Seite des Marktes: Mehrere bekannte Kryptoprojekte stellten ihre Aktivitäten ein.

Die US-amerikanische Kryptoindustrie leistet in diesem Jahr Schätzungen zufolge einen Beitrag von 55 Milliarden Dollar zur Wirtschaftsleistung und stützt rund 232.000 Arbeitsplätze. Das geht aus einem neuen Bericht der National Cryptocurrency Association (NCA) hervor, einer von Ripple finanzierten Non-Profit-Organisation.

Die Untersuchung erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem in Washington über neue Gesetze für die Kryptobranche verhandelt wird. Die NCA will mit dem Bericht die wirtschaftliche Bedeutung digitaler Vermögenswerte hervorheben. Da die Studie im Auftrag einer Organisation aus der Branche selbst erstellt wurde, spiegeln die Ergebnisse vor allem die Sicht der Industrie wider.

Studie berücksichtigt auch indirekte wirtschaftliche Effekte

Erstellt wurde der Bericht von der Pragmatic Policy Group im Auftrag der NCA. Untersucht wurde nicht nur der direkte Beitrag von Kryptounternehmen zur Wirtschaftsleistung, sondern auch indirekte Effekte, etwa die Ausgaben von Beschäftigten und die daraus entstehende wirtschaftliche Aktivität. Diese Methode ist bei Studien zur wirtschaftlichen Bedeutung einzelner Branchen üblich und führt in der Regel zu höheren Gesamtwerten als eine Betrachtung ausschließlich direkter Beiträge.

Dem Bericht zufolge arbeiten rund 34.000 Menschen direkt bei Kryptounternehmen. Einschließlich der indirekten Effekte kommt die Zahl der gestützten Arbeitsplätze auf etwa 232.000.

Auf Basis von Daten des US Bureau of Labor Statistics (BLS) kommen die Autoren zu dem Schluss, dass die Kryptobranche direkt mehr Menschen beschäftigt als die Kaffee- und Teeindustrie oder die Luft- und Raumfahrtbranche. Den größten wirtschaftlichen Beitrag leisten dem Bericht zufolge Investitionen in Wertpapiere und Rohstoffkontrakte mit rund 9,7 Milliarden Dollar. Danach folgt der Immobiliensektor mit etwa 4,8 Milliarden Dollar.

Texas bleibt führend

Dem Bericht zufolge arbeiten die meisten Beschäftigten der Kryptobranche in Texas, Washington, North Carolina, Kalifornien und New York. Zudem verweisen die Autoren auf das Wachstum in Colorado, wo ein vergleichsweise günstiges regulatorisches Umfeld die Branche unterstützt, sowie auf North Dakota. Der Bundesstaat fördert Krypto-Mining mit Steuervorteilen und politischen Vorgaben zur Nutzung von Fackelgas für die Energieerzeugung.

Die National Cryptocurrency Association wurde im März 2025 mit einem Startkapital von 50 Millionen Dollar von Ripple gegründet. Geleitet wird die Organisation von Stuart Alderoty, dem Chief Legal Officer von Ripple.

Die Veröffentlichung des Berichts fällt in eine Phase, in der der US-Kongress an neuen Regeln für die Kryptobranche arbeitet. Wirtschaftswachstum, Investitionen und Beschäftigung spielen dabei in der politischen Debatte eine zentrale Rolle.

Wachsende Branche, doch nicht jedes Projekt überlebt

Gleichzeitig musste die Branche in diesem Jahr auch mehrere Rückschläge hinnehmen. Mehrere Kryptounternehmen und Blockchain-Projekte stellten ihre Aktivitäten ein.

So gab das New Yorker Start-up Entropy im Januar nach vier Jahren auf. Das singapurische Unternehmen Dmail kündigte im Mai an, seine Aktivitäten wegen steigender Kosten für Bandbreite, Speicher und Rechenleistung zurückzufahren. Auch Balancer Labs und Tally beendeten in diesem Jahr ihre Arbeit.

Damit zeigt das Jahr 2026 zwei gegenläufige Entwicklungen. Während die Kryptobranche als Ganzes dem Bericht zufolge weiter wächst und professioneller wird, bleiben einzelne Unternehmen und Projekte anfällig für hohe Betriebskosten, Skalierungsprobleme und veränderte Marktbedingungen.

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