Eine russische Hackergruppe verwendet infizierte Computer von Unternehmen und Schulen, um nachts Kryptowährungen zu minen. Das berichtet das Cybersecurity-Unternehmen Kaspersky in einem neuen Bericht. Die Angreifer, bekannt als Librarian Ghouls oder Rare Werewolf, verbreiten Malware über überzeugende Phishing-E-Mails.
Phishing-Kampagne deaktiviert Sicherheit und stiehlt Anmeldedaten
Die Phishing-Nachrichten scheinen von offiziellen Stellen zu kommen und enthalten schädliche Software in Dokumenten oder Zahlungsaufträgen. Nach der Installation deaktiviert die Malware Sicherheitsmaßnahmen wie Windows Defender. Anschließend werden Anmeldedaten gestohlen und das System wird automatisch zwischen 1 und 5 Uhr nachts eingeschaltet, um Kryptowährungen zu generieren.
Kaspersky stellt fest, dass die Gruppe legitime Software von Drittanbietern verwendet, was ihre Aktivitäten schwer zu erkennen macht. Die Hardware der Opfer wird analysiert, um das Mining so effizient wie möglich zu gestalten.
Unternehmen und Schulen in Russland, Kasachstan und Weißrussland betroffen
Die Angriffskampagne begann im Dezember und ist immer noch aktiv. Vor allem russische Industrieunternehmen und technische Schulen sind Ziel, aber auch in Nachbarländern wie Kasachstan und Weißrussland wurden Infektionen gemeldet.
Obwohl die Herkunft der Gruppe nicht genau bekannt ist, deutet die Verwendung von russischsprachigen Dokumenten darauf hin, dass sie sich speziell auf russischsprachige Nutzer konzentrieren. Kaspersky schließt nicht aus, dass die Angriffe politisch motiviert sind. Die Hacker könnten Teil einer digitalen Protestbewegung sein.
Cybersecurity-Unternehmen BI. ZONE berichtete bereits früher, dass die Gruppe Rare Werewolf seit 2019 aktiv ist.
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