Erstmals seit langer Zeit erhält Donald Trump offenen Widerstand aus den eigenen Reihen. Das US-Repräsentantenhaus stimmte mit 219 zu 211 Stimmen für die Aufhebung der Importzölle auf Kanada.
Bemerkenswert: Sechs Republikaner schlossen sich den Demokraten an, obwohl die Republikanische Partei eine knappe Mehrheit hat.
Vorläufig ändert das Ergebnis wenig an der Politik. Trump kann den Vorschlag mit einem Veto blockieren. Dennoch hat das eine große symbolische Bedeutung. Sogar innerhalb seiner eigenen Partei wächst der Zweifel an einem der Grundpfeiler seiner wirtschaftlichen Agenda.
Zweifel am Sicherheitsargument
Trump führte die Zölle ein, indem er eine nationale Sicherheitskrise ausrief. Ihm zufolge tut Kanada zu wenig, um den Schmuggel von Fentanyl zu verhindern. Diese Erklärung gab ihm den Raum, einen Strafzoll von 25 Prozent auf kanadische Produkte zu erheben.
Kritiker halten dieses Argument für übertrieben. Laut Regierungszahlen gelangt nur ein kleiner Teil des Fentanyls über Kanada in die USA. Der größte Teil wird an der Grenze zu Mexiko abgefangen. Der Initiator Gregory Meeks bezeichnete Kanada daher nicht als Bedrohung, sondern als Verbündeten.
Finanzielle Belastung der Wähler
Viele Abgeordnete beschäftigt vor allem, wie sich die Zölle auf die Geldbörsen der Amerikaner auswirken. Höhere Importkosten werden meist an die Verbraucher weitergegeben. Laut Berechnungen kosteten die Handelszölle Familien durchschnittlich mehrere Hundert bis über tausend Dollar zusätzlich pro Jahr.
Angesichts der im November anstehenden Zwischenwahlen ist das ein sensibles Thema. Alle Sitze im Repräsentantenhaus stehen zur Wahl. Republikaner in umkämpften Bezirken müssen ihren Wählern erklären, warum Lebensmittel, Autos oder Baumaterialien teurer geworden sind.
Der Republikaner Don Bacon sprach von einer Steuer für Verbraucher, Landwirte und Hersteller. Zudem warnte er davor, dass der Kongress zu viel Macht abgibt, wenn ein Präsident durch Notmaßnahmen derart weitreichende Entscheidungen treffen kann.
Drohungen aus dem Weißen Haus
Trump reagierte verärgert auf die Abstimmung. Auf sozialen Medien warnte er, dass Republikaner, die gegen die Zölle stimmten, bei Wahlen und Vorwahlen „ernste Konsequenzen“ erwarten könnten.
Die Wahrscheinlichkeit, dass die Zölle tatsächlich aufgehoben werden, ist gering. Dafür wäre eine Zweidrittelmehrheit nötig, um ein Veto zu überstimmen, und die gibt es nicht. Dennoch zeigt die Abstimmung etwas anderes: Die bisherige Parteidisziplin rund um Trump beginnt Risse zu zeigen, gerade in einem Moment, in dem die Wähler vor allem an ihrer Kaufkraft interessiert sind.
Polen bleibt das einzige EU-Land ohne Kryptogesetz nach erneutem Veto des Präsidenten
Von den sechzehn Änderungsanträgen, die sein Team vorgeschlagen hatte, wurde laut dem Präsidenten nur eine Änderung im Gesetzesentwurf berücksichtigt.
Sam Bankman-Fried verliert Berufung: 25 Jahre Haft bestätigt
FTX-Mitbegründer Sam Bankman-Fried hat seine Berufung verloren. Seine Verurteilung und die 25-jährige Haftstrafe bleiben bestehen.
Hyperliquid und Paradigm kritisieren US-Stablecoin-Regeln
Die Stellungnahmen beziehen sich auf einen im April vorgestellten Vorschlag des US-Finanzministeriums zur Umsetzung von Teilen des GENIUS Act.
Meist gelesen
XRP-Investoren verkaufen verstärkt mit Verlust – ein positives Zeichen
XRP-Investoren verkaufen zunehmend mit Verlust, ein Signal, das laut On-Chain-Daten häufig in der Nähe von Tiefpunkten auftritt.
Krypto Update: Bitcoin-Kurs fällt nach dramatischer Iran-Entscheidung
Der Bitcoin-Kurs ist um mehrere Prozent gesunken nach dem Verkauf von Strategy und sehr schlechten Nachrichten über den Iran-Krieg. Das ist wichtig zu wissen.
AI-Prognose für Stellar (XLM) Kurs bis Ende 2026
ChatGPT skizziert drei Szenarien für den XLM-Kurs Ende 2026. Im extrem bullishen Fall könnte der Coin auf bis zu 3 Dollar klettern.
