Eines der prominentesten Gesichter bei Ripple nimmt Abschied. Nach mehr als dreizehn Jahren im Unternehmen legt er seine täglichen Aufgaben nieder. Die Ankündigung sorgt für viele Reaktionen in der XRP-Community.
CTO David Schwartz verabschiedet sich von Ripple
David Schwartz gab auf X bekannt, dass er Ende dieses Jahres als Chief Technology Officer (CTO) von Ripple zurücktritt. Damit geht eine mehr als dreizehnjährige Phase zu Ende, in der er eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung des Unternehmens und des XRP Ledger (XRPL) spielte.
Schwartz sagt, er wolle sein Leben neu ausrichten: „Es war eine wilde Fahrt. Von Beratungsarbeit für den US‑Geheimdienst über den Aufbau der frühen Phase von Bitcoin bis hin zum Programmieren des XRP Ledger.“ Er fügte hinzu, es sei an der Zeit, mehr Zeit mit seiner Familie zu verbringen und wieder Raum für alte Leidenschaften zu schaffen.
Obwohl er seine täglichen Verantwortlichkeiten abgibt, bleibt Schwartz als „CTO Emeritus“ bei Ripple eingebunden. Das bedeutet, dass er den Ehrentitel behält, weiterhin mitdenken und beraten kann und gelegentlich aktiv sein wird. Außerdem tritt er dem Verwaltungsrat bei.
Vom Kryptografen zum Aushängeschild
Schwartz stieß zu Ripple, als das Unternehmen noch in den Kinderschuhen steckte. Er entwickelte sich schnell zu einer der treibenden Kräfte hinter der Entwicklung des XRP Ledger (XRPL). Dabei spielte er eine Schlüsselrolle beim Design des Konsensmechanismus – der Art und Weise, wie Transaktionen verifiziert werden. Damit hebt sich XRP von anderen Blockchains ab. Im Gegensatz zu Bitcoin (BTC) nutzt XRP etwa kein energieintensives Proof-of-Work. Dadurch sind Transaktionen schneller und effizienter.
Als Schwartz zu Ripple kam, war XRP noch ein unbekanntes Projekt. Inzwischen ist es zu einer der größten Kryptowährungen der Welt herangewachsen – mit einer Marktkapitalisierung von über 174 Milliarden US‑Dollar.
Zudem erlebte er viele Höhen und Tiefen, darunter den langwierigen Rechtsstreit mit der US‑Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC). Der begann Ende 2020 und fand erst im August 2025 offiziell sein Ende. Am Ende fiel das Ergebnis für das Kryptounternehmen überwiegend positiv aus: Der Verkauf von XRP an Börsen wurde nicht als Verstoß gegen das Wertpapierrecht gewertet.
Ripple-Spitze reagiert mit viel Lob
Die Ankündigung von Schwartz löste umgehend Reaktionen aus der Ripple-Führung aus. CEO Brad Garlinghouse nannte ihn „die klügste (und vielleicht auch witzigste) Person, die ich kenne“. Der CEO dankte ihm für seinen Beitrag zu Ripple, dem XRP Ledger und der gesamten Kryptobranche. „Wir sind dir alle auf ewig dankbar“, schrieb er.
Auch Ripple-Präsidentin Monica Long meldete sich zu Wort und betonte, dass es die XRP-Community ohne Schwartz nicht gegeben hätte. Ihr zufolge gäbe es diese Community ohne ihn schlicht nicht. „Du warst deiner Zeit immer voraus“, schrieb sie.
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