Eine große Menge beschlagnahmter Bitcoins (BTC) ist auf mysteriöse Weise bei der Staatsanwaltschaft in Südkorea verschwunden. Der Wert beläuft sich auf Dutzende Millionen Dollar. Eine interne Überprüfung brachte den Vorfall ans Licht. Laut lokalen Medien könnte ein Phishing-Angriff der Grund für den Diebstahl sein.
Bitcoins durch gravierenden Fehler verschwunden
Das südkoreanische Medium Yonhap News TV berichtete am Donnerstag über den Fall. Bei einer routinemäßigen Kontrolle entdeckte die Staatsanwaltschaft in Gwangju, dass Bitcoins im Wert von 70 Milliarden Won, umgerechnet etwa 47,7 Millionen Dollar, fehlten.
Die Erklärung lautet, dass ein Mitarbeiter versehentlich eine betrügerische Webseite besucht hat. Dadurch erhielten Unbefugte Zugang zu den internen Systemen der Staatsanwaltschaft. Vermutlich konnten sie auf diese Weise die beschlagnahmten Kryptos entwenden. Eine teure Lektion für den betreffenden Mitarbeiter.
Wo sich die verschwundenen Bitcoins befinden, ist bisher unbekannt. Da die Ermittlungen noch laufen, gibt die Staatsanwaltschaft keine weiteren Informationen preis. Auch der genaue Zeitpunkt des Diebstahls ist noch nicht geklärt.
Sicherheit von Krypto bleibt Schwachpunkt
Mit dem Aufstieg der Kryptowährungen steigt auch die Zahl der Beschlagnahmungen digitaler Vermögenswerte. Sobald Behörden diese Aktiva erlangen, werden sie in Wallets gespeichert. Doch deren Sicherheit erweist sich häufig als unzureichend.
Dass gerade eine Regierungsbehörde Opfer von Phishing wird, zeigt, dass auch offizielle Stellen anfällig für digitale Betrügereien sind.
Betrügereien nehmen ab, werden aber raffinierter
Obwohl Krypto-Betrügereien Kriminellen immer noch Millionen einbringen, scheint sich der Trend umzukehren. Laut der Webseite Scam Sniffer sanken die Gesamtverluste 2025 um ganze dreiundachtzig Prozent auf 84 Millionen Dollar.
Trotzdem werden Betrüger immer einfallsreicher. Bereits zuvor wurden Phishing-Mails aufgedeckt, die offiziellen Gerichtsunterlagen täuschend ähnlich sahen, um Opfer zu täuschen.
Krypto-Wallet mit 650.000 Nutzern stellt nach Sicherheitslücke den Betrieb ein
Ctrl Wallet, eine Non-Custodial-Multichain-Wallet, mit der Nutzer ihre digitalen Vermögenswerte selbst verwalten, stellt den Betrieb endgültig ein.
Krypto-Hacks fast halbiert – Experten warnen vor wachsender Gefahr
Der gesamte finanzielle Schaden durch Cyberangriffe auf die Blockchain-Branche ist im ersten Halbjahr 2026 um 46,8 Prozent auf 1,31 Milliarden US-Dollar gesunken.
Sicherheitslücke gefährdet Tausende Krypto-Wallets
Tausende Krypto-Wallets könnten wegen einer Sicherheitslücke bei der Erstellung sogenannter Seed-Phrases für Diebstahl anfällig sein.
Meist gelesen
XRP verschwindet in großem Stil von Binance: Was bedeutet das für den Kurs?
Viele XRP-Halter ziehen ihre Coins von der Kryptobörse Binance in eigene Wallets ab. Kann das dem Kurs neuen Schwung geben?
Kann XRP auf 10.000 bis 50.000 Dollar steigen? ChatGPT erklärt, warum es möglich ist
Südkorea will auch kleine Kryptotransaktionen überwachen. Der Vorschlag soll Geldwäsche verhindern und internationale Vorschriften stärken.
Analyst: XRP wird bald neue Millionäre hervorbringen
Eine auffällige Prognose zu XRP sorgt in der Community rund um den Coin für heftige Diskussionen.
