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Ein Hacker hat bei der ehemaligen DeFi-Plattform Aztec Connect auf Ethereum etwa 2,1 Millionen Dollar in Krypto-Coins erbeutet. Der Angriff erfolgte über eine Schwachstelle in einem Smart Contract, das seit 2023 nicht mehr aktiv genutzt wird. Laut Entwickler Aztec Labs hat der Hack keine Auswirkungen auf Nutzer des aktuellen Aztec Networks.
Nach Angaben des Blockchain-Sicherheitsunternehmens BlockSec nutzte der Angreifer eine Schwachstelle in der Transaktionsprüfung von Aztec Connect aus und täuschte so das System.
So konnte der Hacker künstliche Guthaben erzeugen, die nie tatsächlich auf Ethereum genehmigt wurden. Diese Salden wurden anschließend abgehoben. Durch mehrfache Wiederholung dieser Methode konnte der Angreifer verschiedene Kryptowährungen erbeuten.
Analysen zufolge handelt es sich unter anderem um 909 Ethereum (ETH), 270.000 Dai (DAI), 167 Wrapped Staked Ether (wstETH) und diverse andere Token. Der Gesamtwert beträgt etwa 2,1 Millionen Dollar.
Aztec Connect wurde 2022 als DeFi-Brücke innerhalb des Aztec-Ökosystems gestartet. Die Plattform nutzte Zero-Knowledge-Technologie, die es Nutzern ermöglicht, mit mehr Privatsphäre auf Finanzdienstleistungen auf Ethereum zuzugreifen.
Im März 2023 wurde das Projekt eingestellt. Seitdem akzeptiert Aztec Connect keine neuen Einzahlungen mehr. Aztec Labs konzentriert sich inzwischen auf das neue Aztec Network.
Das Problem ist jedoch, dass die alten Smart Contracts unveränderlich sind. Das bedeutet, dass Aztec Labs sie nicht pausieren, anpassen oder mit Sicherheitsupdates versehen kann. Dadurch hat das Team laut Aztec Labs keine Kontrolle mehr über den betroffenen Smart Contract.
Der Hackerangriff zeigt erneut, dass längst aufgegebene DeFi-Projekte auch Jahre später noch eine Gefahr darstellen können. Smart Contracts verbleiben nämlich auf der Blockchain, selbst wenn ein Projekt längst eingestellt wurde.
Hacker finden alte Protokolle besonders attraktiv, wenn in den Smart Contracts noch Krypto-Token verblieben sind.
Der Angriff auf Aztec Connect ist kein Einzelfall. Laut DeFiLlama sind Hacks und Exploits nach wie vor ein großes Problem im DeFi-Bereich. Auch in diesem Monat waren mehrere Protokolle betroffen, darunter Humanity Protocol und Syscoin Bridge.
Die Erkenntnis für Nutzer ist eindeutig: Nur weil eine Plattform nicht mehr aktiv ist, werden alte Smart Contracts in deren DeFi-Ökosystemen nicht automatisch heruntergefahren. Manchmal birgt gerade das das größte Risiko.
Blockchain-Projekte sollten ihre Smart Contracts nicht nur vor dem Start prüfen lassen, sondern sie auch danach regelmäßig erneut untersuchen lassen.
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