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Ein kanadischer Teenager hat in den Vereinigten Staaten seine Schuld an einer großangelegten Krypto-Betrugsmasche gestanden. Laut Justiz gelang es ihm zusammen mit Komplizen, über 13 Millionen Dollar an Krypto zu erbeuten, indem sie Opfer mit fingierten Telefonanrufen und falschen Sicherheitswarnungen täuschten.
Trenton Richard Johnston wurde wegen seiner Rolle in einem Betrugsschema, bei dem Opfer von Personen kontaktiert wurden, die sich als Mitarbeiter von unter anderem Google und dem Hardware-Wallet-Hersteller Trezor ausgaben, im Mai offiziell angeklagt.

Gerichtsangaben zufolge begann der Betrug Anfang 2024. Johnston überzeugte ein Opfer davon, dass sein Google- und Coinbase-Account nicht mehr sicher seien. Dadurch konnten etwa 41.000 Dollar in Ethereum (ETH) erbeutet werden.
Keine vier Wochen später folgte ein noch größerer Schlag. Dabei gaben sich Johnston und seine Komplizen wieder als Mitarbeiter von Google und Trezor aus. Ein Opfer aus Kalifornien wurde überzeugt, dass Kriminelle versuchten, Zugang zu seiner Wallet zu erlangen. Letztlich verlor das Opfer etwa 13 Millionen Dollar in Bitcoin (BTC).
Laut amerikanischen Anklägern wurden etwa 1,2 Millionen Dollar der gestohlenen Krypto innerhalb von zwei Monaten für einen luxuriösen Lebensstil in Miami und Los Angeles ausgegeben.
Mit dem Geld wurden unter anderem Luxusautos gekauft und gemietet, darunter zwei BMWs und ein Lamborghini Aventador SVJ. Zudem soll Johnston laut Justiz für einen Privatjet, eine Mietwohnung in Miami und Flugtickets für zwei Frauen aus New York gezahlt haben.
Sein luxuriöses Leben fand im März ein abruptes Ende. Bei einer Verkehrskontrolle wegen Geschwindigkeitsüberschreitung wurde Johnston in einem Rolls Royce festgenommen. Ermittler beschlagnahmten daraufhin sein Telefon, seinen Computer und seine Notizen, die ihn direkt mit dem Betrug in Verbindung brachten.
Johnston hat inzwischen über 53 BTC und 275 ETH übergeben. Bei den aktuellen Marktpreisen entspricht das einem Wert von etwa 3,7 Millionen Dollar.
Durch sein Geständnis und seine umfassende Kooperation empfehlen die Ankläger eine Haftstrafe von 51 bis 63 Monaten. Damit entgeht er einer härteren Verfolgung, die zu einer maximalen Strafe von 40 Jahren Haft hätte führen können.
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