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Der russische Präsident Putin erwägt, die meisten Gaslieferungen nach Europa einzustellen. Seiner Meinung nach gibt es außerhalb der EU attraktivere Märkte, in denen Länder bereit sind, mehr zu zahlen. Diese Äußerungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Europa an einem vollständigen Verbot russischer Gasimporte bis Ende 2027 arbeitet.
Putin sagte im russischen Staatsfernsehen, er habe seine Regierung angewiesen zu prüfen, ob Gaslieferungen auf andere Märkte umgeleitet werden können. Seiner Ansicht nach ergeben sich neue Möglichkeiten, da sich die Beziehungen zu Europa verschlechtern.
Die EU plant bis Ende 2027 ein schrittweises Verbot sowohl von russischem Pipelinegas als auch von flüssigem Erdgas (LNG) einzuführen. Russland sieht daher immer weniger Zukunft auf dem europäischen Energiemarkt und möchte nicht abwarten, bis das Verbot in Kraft tritt.
Trotz des starken Rückgangs seit der Invasion in der Ukraine 2022 liefert Russland weiterhin Gas an einige europäische Länder. Serbien, Ungarn und die Slowakei beziehen noch Pipelinegas. Zudem kommt flüssiges Erdgas aus dem Yamal LNG-Projekt des russischen Energiekonzerns Novatek.
Russisches Gas machte 2025 noch etwa 13 % der gesamten Gasimporte der EU aus, mit einem Wert von mehr als 15 Milliarden Euro pro Jahr. Putin betonte, dass Russland weiterhin bereit sei, an „verlässliche Partner“ zu liefern, wie er sie nennt, darunter Ungarn und die Slowakei. Er äußerte sich dazu während eines Treffens mit dem ungarischen Außenminister Szijjártó im Kreml.
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Sollte Russland tatsächlich die Lieferungen einstellen, während auch die Versorgung über den Nahen Osten unter Druck steht, könnte Europa gleichzeitig auf zwei Fronten getroffen werden.
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