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Rodney Burton, besser bekannt als „Bitcoin Rodney“, hat sich schuldig bekannt für seine Rolle im Zusammenhang mit dem HyperFund-Kryptobetrug in Höhe von rund 1,8 Milliarden Dollar. Damit ist er der erste prominente Promoter der Plattform, der Verantwortung für seine Beteiligung an einem der größten Kryptobetrugsfälle der letzten Jahre übernimmt.

Der 56-jährige Amerikaner gestand gegenüber den Behörden, dass er in einen illegalen Geldtransferservice verwickelt war, der mit HyperFund in Verbindung steht. Dies gaben das US-Justizministerium, der IRS und Homeland Security Investigations bekannt.

HyperFund als klassisches Ponzi-Schema entlarvt

HyperFund präsentierte sich als Investitionsplattform für Kryptowährungen und versprach Nutzern tägliche Renditen zwischen 0,5 und 1 Prozent. Laut dem Unternehmen sollten diese Gewinne aus großangelegten Kryptomining-Aktivitäten stammen.

Untersuchungen der US-Behörden ergaben jedoch, dass diese Aktivitäten größtenteils nicht existierten. Tatsächlich wurden Gelder neuer Teilnehmer verwendet, um frühere Investoren auszuzahlen, eine Methode, die als Ponzi-Schema bekannt ist.

Laut Justiz überzeugte Burton aktiv Investoren, Geld in die Plattform zu investieren. Zwischen Juni 2020 und Januar 2022 soll er Millionen von Dollar an Provisionen und durch Promotion verdient haben.

Bitcoin Rodney verdiente Millionen

Über verschiedene Unternehmen, die sich als Beratungsfirmen ausgaben, erhielt Burton laut Anklage mindestens 7,8 Millionen Dollar aus dem HyperFund-Netzwerk.

Seine Rolle als Promoter brachte ihm in der Kryptoszene den Spitznamen „Bitcoin Rodney“ ein. Durch Veranstaltungen, Videos und soziale Medien ermutigte er Anleger, sich der Plattform anzuschließen.

HyperFund entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit zu einem der größten Investitionsprogramme in der Kryptobranche, bevor es schließlich zusammenbrach.

Auch die Gründer stehen vor Gericht

Burton ist nicht der einzige Verdächtige in dem Fall. US-Staatsanwälte gaben zuvor bekannt, dass auch der Australier Sam Lee und Brenda Chunga aus Maryland wegen ihrer angeblichen Verbindungen zu HyperFund strafrechtlich verfolgt werden.

Lee gilt als eines der Hauptgesichter hinter dem Projekt. Er hat bislang kein Schuldeingeständnis abgelegt. Chunga wartet derzeit auf ihr Urteil.

Die Plattform durchlief im Laufe der Jahre mehrere Namensänderungen, darunter HyperCapital und HyperFund. Dennoch gelang es den Initiatoren nicht, das Vertrauen der Anleger zu erhalten. Ende 2022 brach das System endgültig zusammen, und viele Investoren verloren den Zugriff auf ihr Geld.

Gefängnisstrafe droht

Durch sein Schuldbekenntnis riskiert Burton eine Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren. Er bekannte sich schuldig der Verschwörung zur Führung eines illegalen Geldtransferservices.

Die Urteilsverkündung ist für den 23. Juli geplant.

Für die US-Behörden stellt der Fall erneut ein Beispiel für die Risiken von Investitionsplattformen dar, die hohe, garantierte Renditen ohne ein transparentes Geschäftsmodell versprechen.

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