Der Kryptomarkt entwickelt sich derzeit mäßig, doch hinter den Kulissen sehen wir, dass die Einführung der Technologie Gestalt annimmt. In den Vereinigten Staaten untersuchen immer mehr Institutionen Stablecoins. Und auch in Japan wächst das Bewusstsein für das Potenzial. So machte die Finanzaufsicht kürzlich eine vielversprechende Ankündigung.
Yen stablecoin von JPYC erhält Unterstützung von Circle
Die japanische Finanzaufsichtsbehörde, die Financial Services Agency (FSA), ist fast bereit, die allererste Yen-Stablecoin des Landes zu genehmigen. Diese Stablecoin wird vom japanischen Fintech-Unternehmen JPYC Inc herausgegeben und wird auf dem Ethereum-(ETH)-Netzwerk laufen.
Die Bindung an den japanischen Yen wird durch eine vollständige Deckung mit Bareinlagen und Staatsanleihen gewährleistet. Außerdem erhält das Projekt Unterstützung von einem Schwergewicht der Branche: Circle, dem Emittenten der Stablecoin USDC (die zweitgrößte Stablecoin).
Den Plänen des Emittenten JPYC Inc. zufolge soll die Münze vor allem für internationale Zahlungen und grenzüberschreitende Transaktionen eingesetzt werden. Das Unternehmen strebt an, innerhalb von drei Jahren rund 7 Milliarden US-Dollar an Tokens in Umlauf zu bringen. Obwohl dies ein beträchtlicher Betrag ist, verblasst er im Vergleich zu den etablierten Giganten. Tether (USDT) und USD Coin (USDC) haben jeweils eine Marktkapitalisierung von circa 166,8 Milliarden bzw. 68,1 Milliarden US-Dollar.
Stablecoin als neuer Wachstumsmotor
Japans Interesse an einer eigenen Stablecoin kommt nicht von ungefähr. Der Übergang ist auf dem Papier nämlich logisch. So ermöglichen Stablecoins schnellere (Sekunden statt Tagen), günstigere und sicherere internationale Transaktionen.
Darüber hinaus kann dies zu einer steigenden Nachfrage nach Staatsanleihen führen. Und das wiederum ermöglicht es dem Land, seine Finanzierungsbasis zu verbreitern und die wirtschaftliche Stabilität zu stärken.
Laut Vizefinanzminister Michael Faulkender kann die zunehmende Einführung von dollarbasierten Stablecoins in den Vereinigten Staaten sogar zu einer zusätzlichen Nachfrage in Billionenhöhe nach amerikanischen Schuldpapieren führen. Der Genius Act im Land wirkt dabei als Katalysator. Die klaren Regeln und Leitlinien rund um das Gesetz ermöglichen es vielen Unternehmen, mit dieser neuen Form von Geld zu innovieren.
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