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Samsung will Samsung Wallet um die Unterstützung von Stablecoins erweitern. Setzt der Konzern die Pläne tatsächlich um, könnten Hunderte Millionen Galaxy-Nutzer digitale Dollar künftig direkt über die vorinstallierte Wallet-App auf ihrem Smartphone verwalten. Damit würde Samsung Blockchain-Zahlungen einem deutlich größeren Publikum zugänglich machen.
Samsung stellte die Pläne im Rahmen von Galaxy Unpacked 2026 vor. Das Unternehmen beschrieb Samsung Wallet als zentrale Finanzplattform, in der Zahlungen, digitale Identität, digitale Vermögenswerte und weitere Galaxy-Dienste zusammenlaufen. Die südkoreanische Nachrichtenseite Digital Asset berichtete zuerst darüber. Die Nachrichtenagentur Reuters bestätigte die Pläne später.
Samsung will Wallet zu mehr machen als einer App für kontaktloses Bezahlen. Die Anwendung soll sich zu einer zentralen Plattform für unterschiedliche Finanzdienste entwickeln.
Dazu gehört auch die Unterstützung von Stablecoins. Dabei handelt es sich um digitale Coins, deren Wert an eine traditionelle Währung wie den US-Dollar gekoppelt ist. Dadurch schwankt ihr Wert deutlich weniger stark als etwa der von Bitcoin (BTC).
Stablecoins werden derzeit vor allem an Kryptobörsen und für internationale Transaktionen genutzt. Sind sie direkt in Samsung Wallet verfügbar, müssen Nutzer keine separate Krypto-App oder Wallet mehr installieren, um digitale Dollar zu halten oder zu versenden. Das senkt die Einstiegshürde für Verbraucher erheblich.
Samsung hat noch nicht mitgeteilt, welche Stablecoins unterstützt werden, wer für die Ausgabe verantwortlich sein wird oder wann die Funktion verfügbar ist. Auch der Ablauf einer internationalen Einführung ist noch offen. Ein globaler Start dürfte schrittweise erfolgen, da Finanzdienste den jeweiligen gesetzlichen und regulatorischen Vorgaben entsprechen müssen.
Neben den Plänen rund um Stablecoins präsentierte Samsung auch die Samsung Galaxy Card. Die Zahlungskarte soll zunächst in den USA eingeführt werden.
Barclays übernimmt die Herausgabe der Karte, Visa stellt das Zahlungsnetzwerk bereit. Damit weitet Samsung seine Aktivitäten im Finanzdienstleistungsbereich weiter aus.
Nach Angaben von Samsung werden alle Finanzfunktionen innerhalb von Samsung Wallet durch Samsung Knox abgesichert. Die Sicherheitsplattform nutzt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, um persönliche Daten und Transaktionen zu schützen.
Seit der Zusammenlegung von Samsung Pay und Samsung Pass im Jahr 2022 hat sich Samsung Wallet zu einer umfassenden digitalen Wallet entwickelt. Nutzer können inzwischen Zahlungskarten, digitale Ausweise, Bordkarten sowie digitale Schlüssel für Wohnungen und Autos speichern. Auch die Verwaltung digitaler Vermögenswerte ist mittlerweile möglich.
Die Ankündigung von Samsung fällt in eine Phase, in der Stablecoins weltweit eine immer größere Rolle im Zahlungsverkehr spielen.
Aus der Studie Fireblocks State of Stablecoins 2025, an der rund 300 Banken und Zahlungsunternehmen teilnahmen, geht hervor, dass fast die Hälfte der Befragten Echtzeitzahlungen als wichtigsten Vorteil sieht. Zudem erwarten 85 Prozent, dass klarere Regulierung die weitere Verbreitung von Stablecoins beschleunigen wird.
Auch große Finanzakteure investieren verstärkt in diesen Bereich. Visa und das Blockchain-Datenunternehmen Allium haben kürzlich eine Plattform gestartet, die die Nutzung unter anderem von USDC und USDT auf verschiedenen Blockchain-Netzwerken sichtbar macht. Das unterstreicht, dass Stablecoins zunehmend für Zahlungen und internationale Transaktionen eingesetzt werden und längst nicht mehr ausschließlich innerhalb des Kryptosektors eine Rolle spielen.
Der Zeitpunkt von Samsungs Ankündigung ist bemerkenswert. Erst einen Tag zuvor wurde bekannt, dass Kakao gemeinsam mit dem Stablecoin-Emittenten Circle an Zahlungen mit an den südkoreanischen Won gekoppelten Stablecoins arbeitet. Damit haben innerhalb von zwei Tagen zwei der größten Technologiekonzerne Südkoreas Pläne angekündigt, Stablecoins in ihre eigenen Ökosysteme zu integrieren, noch bevor die neue Regulierung endgültig verabschiedet ist.
Sollte Samsung die angekündigte Unterstützung tatsächlich einführen, könnte das der Verbreitung von Stablecoins erheblichen Rückenwind geben. Weltweit sind Hunderte Millionen Galaxy-Smartphones im Einsatz. Wenn Blockchain-Zahlungen über eine standardmäßig vorhandene App verfügbar werden, sinkt die Hürde für Verbraucher deutlich. Zugleich wächst der Druck auf andere Smartphone-Hersteller und Anbieter digitaler Wallets, vergleichbare Funktionen einzuführen.
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