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Polygon Labs hat ein wichtiges Upgrade für die Polygon Chain ausgerollt, die Blockchain, auf der das Ökosystem Open Money Stack läuft. Nach dem Update kann das Netzwerk nun bis zu 5.000 Zahlungstransaktionen pro Sekunde verarbeiten. Die Transaktionskosten sollen dem Unternehmen zufolge auch in Spitzenzeiten stabil bleiben. Damit will sich Polygon klar als Infrastruktur für digitale Zahlungen im großen Maßstab positionieren.

Polygon will berechenbare Kosten bieten

Ermöglicht wurde die höhere Kapazität durch eine Anhebung des Gaslimits pro Block auf 160 Millionen, während die Blockzeit bei 1,5 Sekunden bleibt. Nach Angaben von Polygon lassen sich dadurch deutlich mehr Transaktionen verarbeiten, ohne dass die Kosten stark steigen.

Für Unternehmen, die große Zahlungsvolumina abwickeln, sind berechenbare Transaktionskosten mindestens so wichtig wie Geschwindigkeit, betont das Unternehmen. Auf vielen öffentlichen Blockchains steigen die Gebühren gerade dann, wenn die Netzwerkauslastung zunimmt.

„Wenn Transaktionskosten bei hoher Auslastung steigen, lässt sich darauf kein tragfähiges Produkt aufbauen. Die Polygon Chain verarbeitet nun bis zu 5.000 Zahlungen pro Sekunde bei stabilen Kosten“, sagte Polygon-Labs-CEO Marc Boiron.

Stripe, Revolut und Meta nutzen das Netzwerk

Polygon verweist auf eine wachsende Zahl großer Unternehmen, die das Netzwerk nutzen. So unterstützt Stripe seit Ende 2025 Zahlungen mit dem Stablecoin USDC über Polygon für Händler in mehr als 150 Ländern. Auch Cash App und Meta nutzen das Netzwerk laut Polygon unter anderem für Gehaltszahlungen und internationale Überweisungen.

Zudem wurden im Mai On-Chain-Transaktionen im Wert von mehr als 1,2 Milliarden Dollar über Revolut abgewickelt. Das gesamte Stablecoin-Volumen auf Polygon belief sich in diesem Monat auf 79 Milliarden Dollar, während der Gesamtwert der Stablecoins im Netzwerk mit 3,7 Milliarden Dollar einen Rekord erreichte.

Anfang des Jahres übernahm Polygon Labs zudem Coinme und Sequence. Damit will das Unternehmen sein Angebot um regulierte Lösungen für den Umtausch von traditionellem Geld und Krypto sowie um Wallet-Dienste für Unternehmen erweitern.

Wettbewerb um Stablecoin-Zahlungen nimmt zu

Das Upgrade ist Teil der sogenannten Gigagas-Roadmap, mit der Polygon die Kapazität des Netzwerks in den kommenden Jahren weiter ausbauen will. Künftige Upgrades sollen dem Unternehmen zufolge vollständig mit bestehenden Anwendungen kompatibel bleiben, sodass Entwickler keine Anpassungen vornehmen müssen.

Gleichzeitig verschärft sich der Wettbewerb im Markt für Blockchain-Zahlungen. Auch Netzwerke wie Solana und Base setzen auf schnelle und günstige Stablecoin-Transaktionen. Damit geht es im Wettbewerb immer weniger um reine Leistungsdaten, sondern zunehmend um Regulierung, die Anbindung an das traditionelle Finanzsystem und Kooperationen mit großen Zahlungsdienstleistern.

Auch der regulatorische Rahmen entwickelt sich weiter. In Europa schafft MiCA inzwischen einen Rechtsrahmen für Stablecoins, während die Vereinigten Staaten zuletzt neue Gesetze verabschiedet haben. Analysten zufolge könnte die wachsende Rechtssicherheit die Verbreitung von Blockchain-Zahlungen ähnlich stark fördern wie technologische Verbesserungen.

Polygon zeichnet zudem eine Zukunft, in der KI-Systeme eigenständig Zahlungen ausführen. Konkrete Zahlen zur aktuellen Nutzung gibt es bislang jedoch nicht. Damit bleibt offen, wie schnell sich diese Entwicklung tatsächlich durchsetzen wird.

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