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Mastercard erweitert sein Crypto Credential-Programm auf Self-Custody-Wallets. Dadurch können Nutzer künftig Kryptowährungen über einfache Aliasse statt über lange, schwer lesbare Wallet-Adressen senden und empfangen. Die Neuerung soll das Versenden von Krypto benutzerfreundlicher und weniger fehleranfällig machen.
Der Rollout startet auf der Polygon-Blockchain. Das Zahlungsunternehmen Mercuryo übernimmt die Identitätsprüfung der Nutzer und gibt die Aliasse offiziell aus, heißt es in einer neuen Pressemitteilung von Mastercard.
Bei herkömmlichen Krypto-Überweisungen müssen Nutzer häufig eine lange Abfolge aus Buchstaben und Zahlen kopieren. Ein Fehler in dieser Adresse kann dazu führen, dass Geld dauerhaft verloren geht. Mit einem Alias sinkt dieses Risiko deutlich, weil Nutzer einfach einen gut erkennbaren Namen eingeben können.
Laut Raj Dhamodharan, Executive Vice President für Blockchain und digitale Vermögenswerte bei Mastercard, soll die Technologie mehr Vertrauen in digitale Transaktionen schaffen. Nach der Verifizierung über Mercuryo können Nutzer ihren Alias mit ihrer eigenen Wallet verknüpfen oder auf Polygon einen digitalen Nachweis beantragen, der bestätigt, dass die Wallet einer verifizierten Person gehört.
Polygon Labs-CEO Marc Boiron bezeichnet die Zusammenarbeit als einen wichtigen Schritt hin zu einer niedrigschwelligen Selbstverwahrung von Krypto. Nach Angaben von Mercuryo entspricht die Einführung von Aliassen der wachsenden Nachfrage nach Lösungen, die sowohl sicher als auch einfach zu nutzen sind, ohne dass Nutzer die Kontrolle über ihre Wallet aufgeben müssen.
Die Erweiterung auf Self-Custody-Wallets folgt auf eine Reihe neuer Initiativen von Mastercard in den Jahren 2024 und 2025. So führte das Unternehmen in Zusammenarbeit mit Kraken Krypto-Zahlungskarten ein und arbeitet an einer Zahlungskarte für MetaMask-Nutzer. Im Juni kündigte Mastercard zudem eine Kooperation mit Chainlink an, durch die drei Milliarden Karteninhaber Krypto direkt on-chain kaufen können.
Für die technische Umsetzung arbeitet Mastercard mit mehreren Web3-Partnern zusammen, darunter Shift4 Payments, Swapper Finance, XSwap und ZeroHash. ZeroHash stellt die On-Chain-Liquidität bereit, die nötig ist, um Fiatgeld direkt in Krypto zu tauschen. Die über Swapper Finance angebotene Version von Crypto Credential ist vollständig non-custodial und nutzt Account-Abstraktion, um den Prozess für Alltagsnutzer so vertraut wie möglich zu gestalten.
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