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Peter Schiff, Chefökonom und globaler Stratege bei Europac, stellt erneut die aggressive Bitcoin-Strategie von Strategy Inc. infrage. Laut dem bekannten Bitcoin-Kritiker verbrennt das Unternehmen von Michael Saylor gefährlich viel Geld, um seine Schulden im Griff zu behalten.
Die Kritik folgte, nachdem Strategy am 26. Mai mitteilte, dass es 1,38 Milliarden Dollar aus der Kasse genutzt hatte, um für 1,5 Milliarden Dollar wandelbare Anleihen mit Laufzeit bis 2029 zurückzukaufen. Dadurch blieben noch etwa 871 Millionen Dollar an Barreserven übrig.
Schiff zufolge wirft das ernsthafte Fragen darüber auf, wie lange Strategy seine aggressive Bitcoin-Kaufstrategie noch durchhalten kann.
„Ihr geht das Geld aus. Was werdet ihr als Nächstes verkaufen, um den Betrieb aufrechtzuerhalten?“, schrieb Schiff auf X als Reaktion auf eine Nachricht von Michael Saylor.
Peter Schiff äußert schon länger deutliche Kritik an der Strategie von Michael Saylor. Dem Ökonomen zufolge scheint das Geschäftsmodell von Strategy zunehmend auf neue Finanzierungen angewiesen zu sein, um weiter Bitcoin kaufen zu können.
Früher ging Schiff sogar so weit, das System mit einem Ponzi-Schema zu vergleichen. Er warnte, dass Saylor letztlich vor einem schwierigen Dilemma stehen könnte: Anleger zufriedenstellen oder an seiner Bitcoin-Strategie festhalten.
Schiff sieht das Risiko, dass Strategy auf Dauer die Dividendenzahlungen auf die STRC-Vorzugsaktien aussetzt und der Kurs einbricht, anstatt BTC zu verkaufen, um Verpflichtungen gegenüber Investoren nachzukommen.
Diese Kritik folgte, nachdem Saylor während der Präsentation der Quartalsergebnisse für das erste Quartal 2026 zugab, das Unternehmen könne gegebenenfalls Bitcoin verkaufen, um Dividendenzahlungen auf STRC-Aktien zu finanzieren, falls dies nötig sei.
Trotzdem scheinen die neuesten Zahlen von Strategy die Kritik von Schiff vorerst wenig zu untermauern. Das Unternehmen konnte nämlich 1,5 Milliarden Dollar Schulden für nur 1,38 Milliarden Dollar Bargeld tilgen, was eine Einsparung von rund 120 Millionen Dollar bedeutet. Dadurch sank die gesamte wandelbare Verschuldung von 8,2 Milliarden auf 6,7 Milliarden Dollar.
Doch damit nicht genug. Kurz darauf beschaffte Strategy erneut 2 Milliarden Dollar durch neue STRC-Emissionen. Diese Mittel wurden nahezu unmittelbar genutzt, um weitere 24.869 Bitcoin zur Bilanz hinzuzufügen.
Laut dem Unternehmen brachte die Bitcoin-Strategie in diesem Jahr bereits einen Buchgewinn von etwa 6,8 Milliarden Dollar ein. Zudem meldete Strategy eine sogenannte Bitcoin-Rendite von 13,3 Prozent.
Michael Saylor sieht die jüngsten Transaktionen als Beweis dafür, dass die finanzielle Maschine von Strategy weiterhin gut läuft.
„Diese Transaktionen zeigen, wie flexibel unsere Kapitalstruktur geworden ist und wie dynamisch unser Allokationsmodell funktioniert“, so Saylor. „Wir bleiben darauf fokussiert, die Anzahl der Bitcoin pro Aktie für unsere Aktionäre langfristig zu erhöhen, während wir gleichzeitig eine starke Bilanz beibehalten.“
Damit scheint die Kapitalmaschine von Saylor vorerst kräftig weiterzulaufen. Strategy besitzt zum Zeitpunkt des Schreibens 843.738 Bitcoin mit einem Gesamtwert von etwa 65 Milliarden Dollar. Damit bleibt das Unternehmen mit Abstand der größte börsennotierte Bitcoin-Besitzer der Welt.
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