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OpenAI scheint seinen lang erwarteten Börsengang zu verschieben. Mehreren US-Medien zufolge erwägt das KI-Unternehmen, erst 2027 an die Börse zu gehen, da CEO Sam Altman an einer Bewertung von 1 Billion Dollar festhält. Der jüngste Kursrückgang von SpaceX nach dessen Börsengang hat die Zweifel an großen Technologieunternehmen an der Wall Street weiter geschürt.
Während zuvor erwartet wurde, dass OpenAI noch in diesem Jahr an die Börse gehen würde, scheint das Unternehmen nun einen Rückzieher zu machen. Investoren fragen sich zunehmend, ob die himmelhohen Erwartungen an künstliche Intelligenz überhaupt erfüllt werden können.
OpenAI reichte Anfang des Monats vertrauliche Unterlagen bei der US-Börsenaufsicht SEC ein. Damit machte das Unternehmen offiziell den ersten Schritt in Richtung Börsengang. Ein konkreter Termin wurde damals jedoch nicht genannt.
Nach Informationen der New York Times peilte OpenAI zunächst eine Börsennotierung im dritten oder vierten Quartal dieses Jahres an. Altman soll seine Berater dabei aufgefordert haben, eine Bewertung von 1 Billion Dollar möglich zu machen. Das läge deutlich über der letzten privaten Bewertung von rund 730 Milliarden Dollar.
Insidern zufolge sehen die Berater inzwischen zwei Optionen: auf bessere Marktbedingungen zu warten oder schneller mit einer niedrigeren Bewertung an die Börse zu gehen. Letzteres käme für Altman jedoch nicht in Frage.
Ein wichtiger Grund für die mögliche Verzögerung ist der Börsengang von SpaceX Anfang des Monats. Das Raumfahrtunternehmen nahm bei seinem Debüt mehr als 85 Milliarden Dollar ein und erreichte kurzzeitig eine Bewertung von 1,77 Billionen Dollar.
Seit der Börsennotierung ist die Aktie jedoch deutlich zurückgefallen. Diese Entwicklung hat Anleger bei hoch bewerteten Technologieunternehmen vorsichtiger gemacht. Auch die breiteren Aktienmärkte stehen seit Wochen unter Druck, weil Investoren zunehmend hinterfragen, ob KI-Unternehmen ihre ambitionierten Wachstumserwartungen erfüllen können.
Quellen aus dem Umfeld von OpenAI zufolge fürchten Berater, dass Privatanleger derzeit weniger bereit sind, zu derart hohen Bewertungen einzusteigen.
Gleichzeitig investiert OpenAI weiterhin enorme Summen in neue Rechenzentren, Rechenkapazitäten und die Gewinnung von Talenten von Wettbewerbern wie Google und Meta. Obwohl das Unternehmen inzwischen Milliardenumsätze erzielt, soll es weiterhin nicht profitabel sein.
Darüber hinaus arbeitet OpenAI an neuen Einnahmequellen. So experimentiert das Unternehmen mit Werbung innerhalb von ChatGPT und prüft Kooperationen unter anderem mit Shopify und Stripe, um Käufe direkt über den Chatbot zu ermöglichen.
OpenAI selbst hat sich nicht zu den Berichten über eine mögliche Verzögerung des Börsengangs geäußert. Das Unternehmen bekräftigte lediglich, dass der Zeitpunkt eines Börsengangs noch nicht feststehe und es vorerst Vorteile darin sehe, weiterhin als privates Unternehmen zu agieren.
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