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Nach der spektakulären Börsenrallye der vergangenen Woche beginnt für SpaceX-Anleger die Realität einzukehren. Die Aktie fiel am Dienstag kurzzeitig unter die Marke von 150 Dollar pro Aktie, genau das Niveau, auf dem sie Anfang des Monats ihr Börsendebüt feierte.

Obwohl sich der Kurs später erholte, betrachten viele Anleger die Bewegung als Warnsignal, dass die Euphorie um den Börsengang abkühlt. Ein Rückgang unter den Einführungspreis könnte das Vertrauen in die Aktie weiter beeinträchtigen.

SpaceX verliert Hunderte Milliarden an Börsenwert

Im Morgenhandel verlor die Aktie rund 4 Prozent und fiel kurzzeitig unter die Marke von 150 Dollar. Später drehte sich das Sentiment jedoch und SpaceX konnte mit einem Gewinn von etwa 6 Prozent wieder zulegen.

Das ändert jedoch wenig am Gesamtbild. In der vergangenen Woche erreichte die Aktie noch ein Rekordhoch von etwa 225 Dollar, seither ist ein großer Teil dieser spektakulären Börsenrallye verdampft.

Seit dem Höchststand hat SpaceX rund 400 Milliarden Dollar an Börsenwert verloren. Auch nähert sich die Marke von 2 Billionen Dollar Marktkapitalisierung zunehmend.

Die Wende ist bemerkenswert. Noch vor einer Woche überholte SpaceX kurz Amazon und Microsoft und wurde das viertwertvollste börsennotierte Unternehmen der Welt. Nun fragen sich Anleger, ob die Bewertung nicht den Erwartungen in Bezug auf KI, Raumfahrt und die Wachstumspläne von Elon Musk vorausgeeilt ist.

Auch andere Raumfahrtaktien unter Druck

Die Schwäche von SpaceX trifft mittlerweile den gesamten Raumfahrtsektor.

Laut Bespoke Investment Group lagen große Raumfahrtaktien am 11. Juni im Durchschnitt fast 100 Prozent über dem Jahresanfangsniveau. Seit dem Börsengang von SpaceX hat dieselbe Gruppe von Aktien im Durchschnitt etwa 17 Prozent verloren.

Das deutet darauf hin, dass Anleger nicht nur bei SpaceX Gewinne mitnehmen, sondern auch bei anderen Unternehmen, die von dem enormen Interesse an Raumfahrt und künstlicher Intelligenz profitiert haben.

Neue Aktien könnten zusätzlichen Druck ausüben

Eine weitere Sorge der Anleger sind die anstehenden Freigaben von Aktien, die derzeit noch durch Lock-up-Vereinbarungen gebunden sind.

Laut Stratege Jeff Jacobson von 22V Research werden etwa 20 Prozent der Insider-Aktien nach der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse im August frei.

Darüber hinaus könnte noch einmal 10 Prozent der Aktien frei werden, wenn der Kurs über einen längeren Zeitraum mehr als 30 Prozent über dem Einführungspreis notiert. Auch sind zusätzliche Freigaben für den 21. August und den 10. September geplant.

Anleger befürchten, dass ein Teil dieser Aktionäre Gewinne mitnehmen wird, sobald die Lock-up-Perioden auslaufen. Das würde das Aktienangebot erhöhen und zusätzlichen Druck auf den Kurs ausüben.

Vorerst bleibt SpaceX damit eines der meistdiskutierten Aktien an der Wall Street. Die Frage ist nun, ob der Kurs um den Einführungspreis einen Boden finden kann, oder ob die Korrektur nach dem spektakulären Börsengang noch nicht beendet ist.

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