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OpenAI nutzt künstliche Intelligenz mittlerweile nicht nur, um Fragen zu beantworten oder Code zu schreiben. Laut SoftBank-Chef Masayoshi Son hilft KI nun auch bei der Entwicklung der nächsten Generation von KI-Modellen. Dies sei laut ihm ein wichtiger Schritt in Richtung sogenannter Superintelligenz, ein Niveau, bei dem künstliche Intelligenz schlauer wird als Menschen.
Die Aussagen von Son kommen zu einem Zeitpunkt, an dem der KI-Sektor in rasantem Tempo weiter wächst. Gleichzeitig warnen verschiedene Unternehmen und Forscher vor den Risiken immer leistungsfähigerer Systeme.
In einem Interview mit CNBC berichtete Son, dass er kürzlich mit OpenAI-Chef Sam Altman und Ingenieuren des Unternehmens gesprochen hat. Dabei habe man ihm mitgeteilt, dass ein bestehendes KI-Modell an der Gestaltung zukünftiger Modelle beteiligt ist.
Das bedeutet laut Son, dass KI zunehmend Aufgaben von menschlichen Entwicklern übernehmen wird. Letztendlich wären Ingenieure nicht mehr in der Lage, selbst die fortschrittlichsten Systeme zu entwerfen.
„Sobald das passiert, entwickelt das Modell das nächste Modell“, sagte Son gegenüber CNBC. Seiner Meinung nach wird diese Entwicklung zu einer exponentiellen Zunahme der Intelligenz führen.
OpenAI wollte keinen Kommentar zu zukünftigen Modellen abgeben, wies jedoch auf frühere Beispiele hin, bei denen KI bereits während der Entwicklung neuer Systeme eingesetzt wurde.
Im Februar gab OpenAI bekannt, dass GPT-5.3 Codex das erste Modell war, das eine wichtige Rolle bei seiner eigenen Entwicklung spielte. Das System wurde unter anderem verwendet, um Trainingsprozesse zu überwachen, Fehler zu identifizieren und Testergebnisse zu analysieren.
Son spricht schon länger über künstliche Superintelligenz, oft abgekürzt als ASI. Letztes Jahr beschrieb er dies als KI, die zehntausendmal intelligenter ist als ein Mensch.
Damals sagte er voraus, dass dieses Niveau in zehn Jahren erreicht werden könnte. Inzwischen glaubt er, dass diese Entwicklung deutlich schneller voranschreitet.
Laut dem SoftBank-Chef hielt er damals bewusst einen großzügigen Zeitrahmen ein, da viele Menschen von einem kürzeren Zeitrahmen schockiert wären. Nun erwartet er, dass die Superintelligenz möglicherweise schon in zwei Jahren Realität wird.
Son nutzt selbst täglich ChatGPT und gibt an, zwei bis drei Stunden am Tag damit zu arbeiten. Seiner Meinung nach übertrifft der Chatbot ihn mittlerweile in den meisten Themenbereichen.
Er geht davon aus, dass KI in einigen Jahren in siebzig bis achtzig Prozent aller Fachgebiete besser als Menschen sein wird. In manchen Bereichen könnte künstliche Intelligenz sogar zehnmal besser abschneiden als eine durchschnittliche Person.
Nicht jeder sieht diese Entwicklungen mit dem gleichen Optimismus. Das KI-Unternehmen Anthropic warnte diese Woche vor den Risiken des sogenannten „recursive self-improvement“. Dabei wird ein KI-System in die Lage versetzt, eigenständig einen Nachfolger zu entwerfen und zu entwickeln.
Laut Anthropic kann das große Vorteile bieten, jedoch steigt auch das Risiko, dass Menschen die Kontrolle über fortgeschrittene KI-Systeme verlieren.
Das Unternehmen schlug sogar vor, dass eine gemeinsame Verzögerung solcher Entwicklungen möglicherweise sinnvoll wäre.
Auch OpenAI erkannte kürzlich in einem Forschungsbericht an, dass es bereits frühe Anzeichen dieser Art von Selbstverbesserung gibt. Dabei warnte das Unternehmen, dass das Aufkommen solcher Systeme neue Herausforderungen für Regierungen und Aufsichtsbehörden schaffen könnte.
Die Frage ist damit nicht nur, wie intelligent KI werden kann, sondern auch, wie die Gesellschaft mit einer Technologie umgeht, die sich ständig selbst verbessern kann.
Robinhood rechnet damit, dass KI schon bald eigenständig handeln kann. Privatanleger erhielten damit Zugang zu professioneller Handelstechnologie und intelligenter Automatisierung.
Alles scheint sich derzeit um künstliche Intelligenz zu drehen. Wer nicht mitzieht, verliert nach Ansicht des Kolumnisten den Anschluss.
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