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Strategy wehrt sich entschieden gegen neue Pläne des Indexanbieters MSCI. Durch eine vorgeschlagene Änderung könnte das Unternehmen von Michael Saylor aus wichtigen globalen Aktienindizes herausfallen. Der enorme Bitcoin-Bestand (BTC) von Strategy spielt dabei eine zentrale Rolle.

Das Unternehmen hält den Vorstoß von MSCI für überzogen. Nach Ansicht von Strategy sollten Indexanbieter den Markt abbilden – und nicht festlegen, welche Vermögenswerte börsennotierte Unternehmen halten dürfen und welche nicht.

Strategy wehrt sich gegen neue MSCI-Regeln

MSCI arbeitet an einer neuen Methodik zur Identifizierung sogenannter „nicht operativer Unternehmen“. Gemeint sind Unternehmen, die nach bestimmten Finanzkennzahlen eher einem Anlagevehikel als einem klassischen Unternehmen ähneln.

Für Strategy könnte diese Definition erhebliche Folgen haben. Das Unternehmen hält eine enorme Menge Bitcoin und ist damit zum größten börsennotierten Bitcoin-Halter der Welt geworden.

Strategy kritisierte den Vorschlag auf X scharf.

„Digitale Vermögenswerte sind Vermögenswerte. Indexanbieter sollten Märkte abbilden und nicht darüber entscheiden, welche Vermögenswerte Unternehmen besitzen dürfen“, erklärte Strategy. Das Unternehmen ergänzte, MSCI würde sich mit dem Vorschlag von Aufsichtsbehörden, Finanzmärkten und den eigenen Kunden entfernen.

Danach folgte eine auffällige Botschaft: „Bitcoin braucht MSCI nicht. Strategy auch nicht.“

Betroffen wäre nicht nur Strategy. Hätte MSCI die vorgeschlagene Methode auf die Zahlen vom Mai 2026 angewandt, wären auch das japanische Bitcoin-Unternehmen Metaplanet und der Uraninvestor Yellow Cake aus dem MSCI ACWI IMI entfernt worden.

Strategys Bitcoin-Bestand seit längerem umstritten

Der Konflikt mit MSCI schwelt schon länger. Strategy legte im Dezember 2025 formell Einspruch gegen einen früheren Vorschlag des Indexanbieters ein.

MSCI wollte Unternehmen damals ausschließen können, wenn digitale Vermögenswerte mindestens die Hälfte ihrer gesamten Vermögenswerte ausmachten. Strategy wehrte sich gegen diese Schwelle und bezeichnete sie als willkürlich.

Das Unternehmen betont, es sei kein passiver Bitcoin-Fonds, sondern ein operativ tätiges Unternehmen. Strategy verweist dabei unter anderem auf sein Softwaregeschäft, seine aktive Treasury-Strategie und Finanzprodukte mit Bitcoin-Bezug.

Diese Abgrenzung ist wichtig. Strategy hat sein Geschäftsmodell in den vergangenen Jahren stark auf Bitcoin ausgerichtet. Entsprechend reagiert die Aktie häufig deutlich auf Bewegungen des Bitcoin-Kurses. Dennoch ist das Unternehmen der Ansicht, dass sein großer Krypto-Bestand kein Grund sein dürfe, es wie einen Investmentfonds zu behandeln.

Strategy-Aktie fällt, während Bitcoin-Kurs unter Druck steht

Die Auseinandersetzung mit MSCI kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sowohl Bitcoin als auch die Strategy-Aktie unter Druck stehen. Eine mögliche Entfernung aus wichtigen MSCI-Indizes könnte zusätzliche Aufmerksamkeit von Anlegern auf sich ziehen. Solche Indizes werden von großen Investmentfonds nachgebildet. Strategy macht deshalb deutlich, dass sich das Unternehmen weiter gegen Regeln wehren will, bei denen die Zusammensetzung seiner Bilanz darüber entscheidet, ob es noch in solche Aktienindizes gehört.

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