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Oman geht einen bemerkenswerten Schritt bei der Regulierung des Bitcoin-Minings. Das Land führt einen verpflichtenden nationalen Miningpool ein, dem sich alle lizenzierten Miningunternehmen anschließen müssen. Damit will die Regierung die schnell wachsende Branche besser überwachen, ohne das Bitcoin-Mining zu verbieten.

Der neue Pool trägt den Namen Omanhash.com und wurde vom omanischen Ministerium für Transport, Kommunikation und Informationstechnologie ins Leben gerufen. Die Plattform wird in Zusammenarbeit mit Frontier Technologies LLC, einem lokalen Blockchain- und Web3-Unternehmen, betrieben. Die technische Infrastruktur wurde von Enegix Global entwickelt.

Oman zentralisiert Kontrolle über Bitcoin-Mining

Beim Bitcoin-Mining verarbeiten und sichern leistungsstarke Computer Transaktionen im Bitcoin-Netzwerk. Als Belohnung erhalten die Miner neue Bitcoins.

Im Rahmen des neuen regulatorischen Rahmens wird Omanhash.com der einzige offizielle Miningpool für lizenzierte Miner im Land. Dadurch wird ein Großteil der nationalen Rechenleistung in einem kontrollierten System gebündelt.

In der ersten Phase soll der Pool etwa 10 Exahashes pro Sekunde an Rechenleistung bündeln. Diese Zahl gibt an, wie viel Computerleistung eingesetzt wird, um das Bitcoin-Netzwerk am Laufen zu halten.

Für Oman bedeutet das vor allem mehr Einblick. Die Regierung kann besser nachverfolgen, wie viel Energie die Miner verbrauchen, wie hoch ihre Einnahmen sind und wie viele neue Bitcoins produziert werden. Das Land setzt damit auf Kontrolle und Transparenz, statt die Branche auszubremsen.

Millioneninvestitionen in Mining und Rechenzentren

Die Einführung von Omanhash.com ist Teil einer umfassenderen Strategie. Oman will sich als regionales Zentrum für Bitcoin-Mining und Rechenzentren etablieren.

Bereits 2022 wurde in Salalah eine wassergekühlte Mininganlage mit einer Investition von rund 370 Millionen Dollar eröffnet. Seitdem sind die Gesamtinvestitionen in die Infrastruktur von Mining- und Rechenzentren in der Salalah Free Zone auf mehr als 700 Millionen Dollar gestiegen.

Auch ausländische Investoren sehen Potenzial. Das italienische Unternehmen Alps Blockchain nahm 2025 eine Mininganlage mit 150 Megawatt vollständig in Betrieb. Mit dem nationalen Miningpool bringt Oman diese wachsende Kapazität nun unter ein reguliertes Dach.

Oman setzt auf Regulierung statt Verbot

Für Enegix Global ist Oman nicht das erste Land, in dem es einen nationalen Miningpool unterstützt. Das Unternehmen ist auch an btcpool.kz in Kasachstan beteiligt, wo lizenzierte Miner seit 2023 verpflichtet sind, von der Regierung genehmigte Miningpools zu nutzen.

Laut Enegix hilft ein solches Lizenzsystem sowohl Unternehmen als auch Regulierungsbehörden. Miner erhalten Klarheit über die Regeln, während die Regierungen einen besseren Überblick über Einnahmen, Energieverbrauch und Steuerabgaben behalten.

Damit verfolgt Oman einen anderen Ansatz als Länder, die das Bitcoin-Mining durch Verbote oder hohe Steuern entmutigen. Das Sultanat sieht die Branche als Teil einer breiteren Strategie, die Wirtschaft weniger abhängig von Öleinnahmen zu machen.

Mit Omanhash.com erhält die Regierung mehr Kontrolle über das Bitcoin-Mining, während Unternehmen weiter investieren und expandieren können. Enegix plant, die insgesamt verwaltete Rechenleistung seiner Miningaktivitäten auf 30 Exahashes pro Sekunde auszubauen.

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