Nach amerikanischen Luftangriffen auf den Iran schossen die Ölpreise in die Höhe. Dennoch blieb ein großer Preisanstieg aus. Gleichzeitig erholte sich Bitcoin (BTC), nachdem der Kurs am Wochenende kurz unter 98.000 Dollar gefallen war.
Ölpreis steigt nach US-Luftangriff auf den Iran
Nach Berichten über einen amerikanischen Luftangriff auf iranische Nuklearziele stieg der Ölpreis um 3 Prozent. Brent erreichte dabei einen Höchststand von 77,79 Dollar pro Barrel, das höchste Niveau in fünf Monaten. West Texas Intermediate (WTI) kletterte auf 78,58 Dollar. Inzwischen sind die meisten Gewinne wieder verloren gegangen. Brent notierte zu Beginn des Abends bei 77 Dollar, ein Plus von 1,4 Prozent.

Die Angst, dass der Iran die Straße von Hormus schließen könnte, schien den Markt kurz zu berühren. Dennoch bleibt die Furcht vor einer großen Störung vorerst aus. Laut Analysten von ING glaubt der Markt einfach nicht, dass der Iran diesen Schritt wirklich geht. „Die Preisbewegungen heute Morgen deuten darauf hin, dass man nicht erwartet, dass die Durchfahrt durch Hormus blockiert wird,“ schrieben sie in einem Bericht.
Mehr als 80 Prozent des Öls, das durch die Straße von Hormus fließt, ist für Asien bestimmt. Eine Schließung würde also vor allem China und andere asiatische Länder treffen, was dem Iran selbst auch nicht zugutekommt. Energie-Experte Anas Alhajji weist darauf hin, dass der Iran diese Drohung bereits mindestens fünfzehn Mal seit den 1980er Jahren verwendet hat, ohne sie jemals umzusetzen. „Es würde Krieg mit allen Golfstaaten bedeuten und der Iran würde seine Freunde härter treffen als seine Feinde,“ so Alhajji.
Bitcoin erholt sich nach Ölpanik
Die begrenzte Reaktion auf dem Ölmarkt gab Bitcoin Raum zur Erholung. Die größte Kryptowährung nach Marktwert sprang in der Nacht wieder auf über 100.000 Dollar. Damit konnte der Kurs das wichtige Unterstützungsniveau um 100.430 Dollar halten. Inzwischen notiert der Bitcoin-Kurs bei 101.877 Dollar, ein Rückgang von 0,4 Prozent in den letzten 24 Stunden.
Laut Analysten bleibt es abzuwarten. Eine neue Eskalation im Nahen Osten könnte immer noch Sand ins Getriebe streuen. Doch scheint der Markt jetzt vor allem zu hoffen, dass es bei Rhetorik bleibt. Sollte der Ölpreis dennoch stark steigen, könnte dies riskante Investitionen wie Bitcoin erneut unter Druck setzen.
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