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Die Spannungen im Nahen Osten steigen rasant. Nach den amerikanischen Bombenangriffen auf drei nukleare Standorte im Iran droht Teheran nun mit einem Schritt, der die gesamte Weltwirtschaft destabilisieren könnte: die Schließung der Straße von Hormuz. Was bedeutet das für Öl, Inflation und den Kryptomarkt?
Behnam Saeedi, ein einflussreiches Parlamentsmitglied im Iran, sagte am Donnerstag, dass die Schließung der Meerenge „sicher eine Option“ sei als Antwort auf feindliche Aktionen von außen. Ein zweites Parlamentsmitglied, Ali Yazdikhah, machte es noch konkreter: „Wenn die USA sich aktiv hinter Israel stellen, hat der Iran das Recht, Öltransporte zu blockieren.“
Mit anderen Worten: Öl wird zur Waffe. Und das ist keine leere Drohung. Durch die Straße von Hormuz fließen täglich etwa 20 Prozent des weltweiten Öls. Schließt der Iran diese Route, spüren wir das sofort – an der Tankstelle, auf dem Markt und auch im Kryptomarkt.
Die Straße von Hormuz ist eine schmale Seeroute zwischen dem Iran und Oman. Täglich fließt hier fast ein Fünftel des weltweiten Ölverbrauchs durch. Länder wie Saudi-Arabien, der Irak, Kuwait und die VAE sind für ihren Ölexport stark von dieser Passage abhängig. An der schmalsten Stelle ist die Meerenge nur 33 Kilometer breit. Eine Blockade könnte also die weltweite Ölversorgung gefährden.

JP Morgan warnte bereits: Eine Blockade könnte den Ölpreis auf 120 oder sogar 130 Dollar pro Barrel treiben. Das führt zu Stagflation – einer Mischung aus teurer Energie und einer stagnierenden Wirtschaft. Und das ist verheerend für risikoreiche Investitionen, wie Aktien und Krypto.
Laut der Prognoseplattform Polymarket halten mittlerweile 52 Prozent der Teilnehmer es für wahrscheinlich, dass der Iran vor dem 30. Juni die Meerenge schließt. Es ist kein Horrorszenario mehr, sondern ein ernstes Risiko, das immer näher rückt.
Für den Kryptomarkt bedeutet das Unruhe. Anleger, die zuvor noch Risiken eingehen wollten, flüchten jetzt in die Sicherheit. Bitcoin und Altcoins könnten dadurch zusätzlich unter Druck geraten, besonders wenn die Ölpreise steigen und die Weltpolitik weiter eskaliert.
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