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Nvidia hat mit den ersten Lieferungen seiner H200-KI-Chips nach China und Hongkong begonnen. Das bestätigte ein hochrangiger US-Beamter am Dienstag bei einer Anhörung im Kongress. Zwar geht es zunächst nur um wenige Chips, dennoch ist der Schritt eine wichtige Entwicklung in der US-Exportpolitik für fortschrittliche KI-Hardware.
Jeffrey Kessler, Unterstaatssekretär im US-Handelsministerium für Industrie und Sicherheit, erklärte vor einem Ausschuss des US-Repräsentantenhauses, dass inzwischen H200-Chips nach China und Hongkong verschickt worden seien. Nach seinen Angaben handelt es sich bislang jedoch nur um sehr geringe Stückzahlen.
Damit bestätigt die US-Regierung erstmals, dass der Export tatsächlich begonnen hat. Reuters hatte bereits im Mai berichtet, dass das US-Handelsministerium rund zehn chinesischen Unternehmen den Kauf von Nvidias H200-Chips erlaubt habe. Bestätigte Lieferungen gab es bislang jedoch nicht.
Der H200 ist Nvidias zweitleistungsstärkster KI-Chip und wird weltweit für das Training und den Betrieb großer KI-Modelle eingesetzt. Wegen früherer US-Exportbeschränkungen hatten chinesische Unternehmen keinen Zugang zu Nvidias modernsten Chips. Dadurch wurde der H200 zu einer wichtigen Alternative.
Die ersten Lieferungen folgen auf monatelange Verzögerungen. Zwar lockerte die Regierung Trump Ende 2025 die Exportregeln für eine begrenzte Zahl genehmigter chinesischer Unternehmen, die tatsächliche Auslieferung blieb jedoch aus.
Nach früheren Berichten spielte dabei nicht nur die US-Regulierung eine Rolle. Auch China verzögerte die Zulassung der Chips lange Zeit. Peking wollte die Abhängigkeit von ausländischer KI-Hardware verringern und zugleich die Entwicklung eigener Alternativen wie Huaweis Ascend-Chips fördern.
Im März teilte Nvidia-Chef Jensen Huang mit, dass chinesische Kunden wieder Bestellungen aufgäben und die Produktion des H200 erneut angelaufen sei. Die Bestätigung vom Dienstag zeigt nun, dass diese Produktion tatsächlich in Lieferungen mündet.
China zählt für Nvidia zu den größten Absatzmärkten für KI-Hardware. Zugleich bleibt der Verkauf streng reguliert. Nur wenige Unternehmen erhalten die Erlaubnis, die Chips zu kaufen, und auch die Stückzahlen bleiben vorerst niedrig.
Jüngste Berichte deuten darauf hin, dass große chinesische KI-Unternehmen wie Alibaba, ByteDance und DeepSeek begrenzte Mengen an H200-Chips erwerben dürfen. Die Unternehmen müssen vorab angeben, wie viele Chips sie benötigen und wofür sie eingesetzt werden.
Die ersten Lieferungen sind daher vor allem ein symbolischer Durchbruch. Sie zeigen, dass der Export wieder anläuft. Von Verkäufen in großem Stil nach China kann vorerst jedoch keine Rede sein.
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