Der rasante Aufstieg der künstlichen Intelligenz (KI) wird oft mit dem Verlust zahlreicher Arbeitsplätze in verschiedenen Branchen in Verbindung gebracht. KI erledigt viele Aufgaben einfach besser und schneller als Menschen. Doch laut Nvidia-Gründer Jensen Huang wird KI eher neue Arbeitsplätze schaffen, anstatt massenhaft Jobs zu vernichten.
AI-Infrastruktur erfordert massive Investitionen
Huang führt als Hauptgrund an, dass KI-Technologie weltweit eine Infrastruktur im Wert von Billionen Dollar erfordert. In einem aktuellen Blogeintrag erklärt Huang, dass KI inzwischen zu einer unverzichtbaren Infrastruktur geworden ist, vergleichbar mit Elektrizität und dem Internet.
Die für KI notwendige Infrastruktur, von der Chipherstellung bis zu Rechenzentren, könnte laut Huang die größte infrastrukturelle Erweiterung in der Geschichte der Menschheit darstellen:
„Wir stehen erst am Anfang dieser Expansion. Bislang wurden nur einige Hundert Milliarden Dollar investiert. Es müssen jedoch noch Infrastrukturen im Wert von Billionen Dollar errichtet werden. Der Arbeitsaufwand, der für diese Erweiterung notwendig ist, ist enorm.“
AI-Infrastruktur erfordert umfangreiche Arbeitskraft
Huang zufolge benötigt der Aufstieg der KI eine breite Palette technischer Berufe. Rechenzentren und andere KI-Anlagen brauchen unter anderem Elektriker, Klempner, Stahlbauer, Netzwerktechniker und Betreiber.
Es handelt sich um gut bezahlte technische Positionen, für die es bereits jetzt an qualifiziertem Personal mangelt. Das Wachstum der KI könnte daher zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten in den Bereichen schaffen, die direkt am Bau und an der Wartung der digitalen Infrastruktur beteiligt sind.
Nvidia, das derzeit wertvollste Unternehmen der Welt, profitiert stark von der globalen KI-Welle. Das Unternehmen liefert einen Großteil der spezialisierten Chips, die für das Training und den Betrieb von KI-Modellen erforderlich sind. Seit der Einführung öffentlicher KI-Modelle wie ChatGPT ist die Nachfrage nach dieser Hardware erheblich gestiegen.
Gleichzeitig Arbeitsplatzverluste durch KI
Obwohl Huangs Aussagen nicht falsch sind, übersieht er, dass es auch Branchen gibt, die durch KI negativ betroffen sind. Verschiedene Unternehmen haben in den letzten Monaten bereits Arbeitsplätze abgebaut, wobei Effizienzsteigerungen durch KI eine Rolle spielten.
Das Zahlungsunternehmen Block, Inc. kündigte kürzlich eine Entlassungsrunde an, bei der etwa 40 Prozent der Belegschaft das Unternehmen verließen. Mitbegründer Jack Dorsey gab an, dass der zunehmende Einsatz von KI im Unternehmen ein wesentlicher Faktor war.
Auch Unternehmen wie Pinterest und der Chemiekonzern Dow haben in diesem Jahr Tausende von Arbeitsplätzen abgebaut und dabei auf Automatisierung und KI-Technologie verwiesen.
Analysten von Goldman Sachs gehen jedoch davon aus, dass die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt vorerst begrenzt bleiben. Sie stellen fest, dass die durch KI verursachten Arbeitsplatzverluste bisher „sichtbar, aber moderat“ sind.
Microsoft baut Xbox um: 3.200 Stellen fallen weg, fünf Spielestudios werden verkauft
Microsoft baut die Xbox-Sparte mit 3.200 Entlassungen umfassend um, verkauft mehrere Spielestudios und richtet den Fokus stärker auf erfolgreiche Spielereihen und Wachstum.
SoftBank setzt alles auf KI: Masayoshi Sons große Wette
Der japanische SoftBank-Konzern setzt unter Masayoshi Son konsequent auf KI und investiert massiv in das Ökosystem.
Robinhood-Chef: KI handelt bald wie professionelle Trader
Robinhood rechnet damit, dass KI schon bald eigenständig handeln kann. Privatanleger erhielten damit Zugang zu professioneller Handelstechnologie und intelligenter Automatisierung.
Meist gelesen
XRP verschwindet in großem Stil von Binance: Was bedeutet das für den Kurs?
Viele XRP-Halter ziehen ihre Coins von der Kryptobörse Binance in eigene Wallets ab. Kann das dem Kurs neuen Schwung geben?
Warum der November 2026 für Ripple und XRP bedeutend sein könnte
Eine neue SWIFT-Aktualisierung im November 2026 und ein Konzept eines ehemaligen SWIFT-Veteranen nähren die Spekulationen über eine Rolle von XRP.
Kann XRP auf 10.000 bis 50.000 Dollar steigen? ChatGPT erklärt, warum es möglich ist
Südkorea will auch kleine Kryptotransaktionen überwachen. Der Vorschlag soll Geldwäsche verhindern und internationale Vorschriften stärken.
