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OpenAI wächst weiter in hohem Tempo und verzeichnet eine steigende Nachfrage nach seinen KI-Produkten. Bei einer internen Mitarbeiterversammlung sagte Finanzchefin Sarah Friar, der Umsatz im Juli habe sogar über dem gesamten Umsatz des zweiten Quartals gelegen.
Nach Informationen von CNBC sorgen neue Produkte für einen kräftigen Kundenzustrom, während sich das Unternehmen zugleich auf einen möglichen Börsengang vorbereitet.
Friar erklärte den Mitarbeitern, der annualisierte wiederkehrende Umsatz (Annualized Recurring Revenue, ARR) habe im Juli über dem Umsatz des gesamten zweiten Quartals gelegen.
„Und das zweite Quartal war alles andere als schwach“, sagte sie laut CNBC.
Nach Angaben von OpenAI wird das starke Wachstum durch die Einführung der GPT-5.6-Modelle, den KI-Agenten ChatGPT Work für Unternehmen und die wachsende Beliebtheit des KI-Programmierassistenten Codex getragen. Vor allem Unternehmen und Softwareentwickler greifen immer häufiger auf diese Produkte zurück.
OpenAI steht unter Druck, seine Bewertung von 852 Milliarden Dollar zu rechtfertigen. Dafür muss das Unternehmen den Umsatz weiter in hohem Tempo steigern. Gleichzeitig investiert es Dutzende Milliarden Dollar in neue KI-Infrastruktur.
Bei der Versammlung räumte Verwaltungsratschef Bret Taylor ein, dass Wettbewerber Anthropic Anfang des Jahres an Boden gewonnen hatte, vor allem bei KI-Programmierassistenten. Inzwischen schließe OpenAI diese Lücke dank des schnellen Wachstums von Codex wieder, sagte er.
„Viele intensive Nutzer von Claude Code wurden am Ende mit sehr hohen Rechnungen konfrontiert und suchten dann nach Alternativen“, sagte Taylor.
Die Konkurrenz kommt zudem längst nicht mehr nur aus den USA. Auch chinesische Entwickler bringen immer leistungsfähigere KI-Modelle zu deutlich niedrigeren Kosten auf den Markt. So präsentierte Moonshot AI kürzlich Kimi K3, das nach Unternehmensangaben in einigen Benchmarks sogar besser abschneidet als die leistungsstärksten Modelle von OpenAI und Anthropic.
Um das Wachstum zu halten, investiert OpenAI weiter massiv. Das Unternehmen hatte Investoren bereits mitgeteilt, bis 2030 rund 600 Milliarden Dollar an Rechenkapazität finanzieren zu wollen. Zudem führt OpenAI Gespräche mit Nvidia über eine Finanzierungsstruktur von bis zu 250 Milliarden Dollar für ein neues KI-Rechenzentrum im US-Bundesstaat Ohio.
Sowohl OpenAI als auch Anthropic haben inzwischen vertraulich Unterlagen bei der US-Börsenaufsicht SEC für einen möglichen Börsengang eingereicht. Wann diese IPOs stattfinden, ist noch offen. Klar ist aber, dass der Kampf um die Führungsposition im KI-Markt in den kommenden Jahren weiter an Schärfe gewinnen wird.
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