Während die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und China weiterhin hoch sind, versucht Nvidia einen strategischen Schritt zu setzen. Um den chinesischen Markt zu behalten, führt das Unternehmen eine neue, günstigere Version seines Blackwell AI-Chips ein.
Angepasst für China: günstiger und praktischer
Der neue Chip ist speziell für den chinesischen Markt entworfen. Während der zuvor verbotene H20-Chip zwischen $10.000 und $12.000 kostete, wird diese neue Variante voraussichtlich zwischen $6.500 und $8.000 gepreist. Der erhebliche Preisrückgang ist möglich, da Nvidia sich für ein einfacheres Design entscheidet, jedoch mit Beibehaltung leistungsstarker Performance.
Der Chip basiert auf Nvidias RTX Pro 6000D und verwendet GDDR7-Speicher – etwas weniger fortschrittlich als frühere Lösungen, aber immer noch leistungsstark genug für ernsthafte Anwendungen. Zudem lässt Nvidia die komplexe und teure CoWoS-Verpackungstechnologie von TSMC weg. Das macht die Produktion günstiger und reduziert die Abhängigkeit von geopolitisch sensibler Technologie.
Handelskrieg abgekühlt, aber Spannungen bleiben
Der Handelskrieg zwischen den USA und China eskalierte zuvor stark. Unter der Leitung des ehemaligen Präsidenten Donald Trump führten die Amerikaner Importzölle von bis zu 145% ein, worauf China mit eigenen Abgaben von bis zu 125% reagierte. Die Finanzmärkte reagierten heftig auf diese Eskalation.
Am 12. Mai 2025 erreichten beide Länder jedoch ein vorläufiges Handelsabkommen. Darin wurde vereinbart, die Zölle vorübergehend zu senken: Die Vereinigten Staaten reduzieren ihre Importzölle auf 30%, während China seine Tarife auf 10% senkt. Diese Maßnahme gilt für einen Zeitraum von 90 Tagen, wonach erneut verhandelt wird.
Dank dieser vorübergehenden Entspannung und Nvidias angepasster Chipstrategie entsteht etwas Spielraum für chinesische Abnehmer. Dennoch bleiben die geopolitischen Spannungen spürbar, und eine strukturelle Lösung für den Handelskrieg scheint noch weit entfernt.
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