Coinbase kennen wir natürlich als Plattform für den Kauf und Verkauf von Krypto. Es ist mittlerweile ein etablierter Name in der Branche. Aber dabei könnte es bald nicht mehr bleiben. Die Exchange erwägt nämlich einen großen strategischen Schritt, der das Spielfeld komplett verändern könnte.
Disruption im traditionellen System
Coinbase könnte einen großen Schritt in Richtung des Kerns der Finanzwelt machen. Das Unternehmen erwägt ernsthaft, eine amerikanische Banklizenz zu beantragen. Das bestätigte ein Sprecher gegenüber dem Kryptonachrichtenplattform Cointelegraph. Es ist noch keine endgültige Entscheidung getroffen, aber die Gespräche sind in vollem Gange.
Warum diese Kursänderung? Mit einer amerikanischen Banklizenz könnte die Exchange viel mehr tun als nur Krypto zu handeln. Denken Sie an das Annehmen von Spareinlagen, das Vergeben von Krediten und das Anbieten von echten Bankdienstleistungen, allerdings mit einem Krypto-Touch.
Coinbase möchte sich damit als Bindeglied zwischen der Blockchainwelt und dem traditionellen Finanzsystem positionieren. Und das könnte durchaus einen großen Durchbruch für die Technologie bedeuten.
Ist die Zeit reif?
Das Klima in den USA scheint günstiger denn je für diesen Schritt. Von der Trump-Regierung klingt ein immer positiverer Ton in Richtung Krypto, so wurde kürzlich eine strategische Bitcoin (BTC) Reserve eingerichtet. Auch die Securities and Exchange Commission (SEC) zeigt eine mildere Haltung, und sogar die Federal Reserve (Fed) gibt mittlerweile zu, dass Stablecoins eine wichtige Rolle im Zahlungsverkehr der Zukunft spielen könnten.
Doch es ist nicht nur eitel Sonnenschein. Eine Banklizenz öffnet zwar Türen, legt aber auch strenge Verpflichtungen auf. Wer in das klassische Bankensystem eintritt, bekommt automatisch mit strengeren Regeln, intensiverer Überwachung und einer erheblichen Menge an Berichtspflichten zu tun. Mit anderen Worten, große Schritte bringen auch große Verantwortlichkeiten mit sich.
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