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Changpeng ‘CZ’ Zhao schließt eine Rückkehr als CEO der Kryptobörse Binance vorerst aus. Der Gründer der weltweit größten Kryptobörse sagt, das Unternehmen brauche ihn nicht mehr an der Spitze. Für die Zukunft lässt er sich dennoch eine Option offen.

CZ will nicht ins Tagesgeschäft zurück

Zhao machte Binance zur größten Kryptobörse der Welt, legte im November 2023 jedoch im Zuge eines Vergleichs mit den US-Behörden sein Amt nieder. In einem jüngsten Interview mit dem Kryptoportal CoinDesk stellte er klar, dass er keine Pläne für eine Rückkehr auf den CEO-Posten hat.

„Ich glaube nicht, dass Binance mich braucht. Für die Zukunft ausschließen würde ich aber nichts.“

Binance bekannte sich damals schuldig, gegen US-Vorschriften zur Geldwäschebekämpfung und gegen Sanktionsrecht verstoßen zu haben. Das Unternehmen akzeptierte eine Geldstrafe von 4,3 Milliarden Dollar. Zhao bekannte sich persönlich in einem damit verbundenen Anklagepunkt schuldig und saß anschließend vier Monate in einem US-Bundesgefängnis ein.

Richard Teng, früherer Finanzaufseher, übernahm anschließend die Führung. Seitdem legt Binance größeren Wert auf Regulierungstreue und die Zusammenarbeit mit Aufsichtsbehörden.

Zhao sagt, er sei mit einer Rolle außerhalb des Tagesgeschäfts zufrieden. Auch an einer Führungsposition bei Binance US habe er kein Interesse. Nach eigenen Angaben strebt er derzeit weder den CEO-Posten noch ein Verwaltungsratsmandat an.

„Der Posten des CEO ist extrem zeitintensiv und anspruchsvoll. Ich halte derzeit bewusst Abstand – und das bekommt mir gut. Den größten Beitrag kann ich aus meiner Sicht leisten, indem ich andere Gründer beim Aufbau ihrer Unternehmen unterstütze.“

Einfluss auf Binance bleibt groß

Obwohl CZ keine offizielle Funktion mehr bekleidet, bleibt er eng mit Binance und dem BNB-Chain-Ökosystem verbunden. Er zählt weiterhin zu den größten Anteilseignern des Unternehmens, und seine Beiträge in sozialen Medien finden am Kryptomarkt große Beachtung.

Zhao konzentriert sich inzwischen auf andere Projekte. So berät er mehrere Regierungen zu Kryptoregulierung und zur Tokenisierung finanzieller und physischer Vermögenswerte. Außerdem startete er mit Giggle Academy eine kostenlose Bildungsplattform und begleitet über die Investmentgesellschaft YZi Labs Unternehmer, die im BNB-Ökosystem aktiv sind.

Zhao äußert sich zudem regelmäßig zum Kryptomarkt. Anfang des Jahres prognostizierte er etwa, 2026 könne ein „Superzyklus“ für Bitcoin (BTC) werden. Später relativierte er diese Erwartung und erklärte, die Schwäche des Marktes in der ersten Jahreshälfte lasse sich nicht auf einen einzelnen klaren Auslöser zurückführen. Ihm zufolge spielen dabei geopolitische Spannungen, die Umschichtung von Kapital in KI-Aktien und der bekannte Vierjahreszyklus am Kryptomarkt eine Rolle.

Eine schnelle Rückkehr zu Binance wirkt damit vorerst unwahrscheinlich. Als einflussreiche Stimme in der Kryptobranche dürfte Zhao dennoch präsent bleiben.

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