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Ein neuer und besonders raffinierter Phishing-Angriff zielt auf Nutzer der sozialen Plattform X ab. Cyberkriminelle konzentrieren sich dabei vor allem auf Personen aus der Kryptowelt und nutzen ausgeklügelte Tricks, um selbst erfahrene Nutzer zu täuschen. Bemerkenswert: Der Angriff umgeht die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) und kann so zur vollständigen Übernahme des Kontos führen.
Laut Krypto-Entwickler Zak Cole, der den Angriff diese Woche aufdeckte, funktioniert diese Phishing-Kampagne anders als traditionelle Versuche. Es wird kein Gebrauch von gefälschten Login-Seiten oder gestohlenen Passwörtern gemacht. Stattdessen senden die Angreifer eine Direktnachricht (DM) auf X mit einem Link, der so aussieht, als würde er zu Google Kalender führen.
Der Eindruck entsteht durch die Art und Weise, wie X Link-Vorschauen generiert: Auf Basis von Metadaten zeigt die Plattform eine legitim aussehende Vorschau. In Wirklichkeit führt der Link jedoch zu einer Domain wie x(.)ca-lendar(.)com, die erst kürzlich registriert wurde.
Klickst du auf den Link, landest du nicht auf einer Kalenderseite, sondern auf einem X-Autorisierungsbildschirm. Hier fordern die Angreifer deine Erlaubnis für eine App namens „Agenda“ – doch der Schein trügt. Tatsächlich enthält der App-Name kyrillische Zeichen, die lateinischen Buchstaben ähneln. So umgehen die Kriminellen Kontrollen und die App wirkt legitim.
Die App fordert anschließend umfangreiche Zugriffsrechte, wie:
Wer die Erlaubnis erteilt, gibt faktisch die vollständige Kontrolle über das Konto ab.
Bemerkenswert ist auch, dass Nutzer nach der Zustimmung zu Calendly weitergeleitet werden, während der Link zuvor suggerierte, dass es um Google Kalender ging. Laut Cole ist dies ein deutliches Warnsignal, dass etwas nicht stimmt.
Sicherheitsforscher Ohm Shah von MetaMask bestätigt selbst, dass der Angriff „in freier Wildbahn“ eingesetzt wird. Nicht nur prominente Krypto-Profile sind Ziel, auch andere Nutzer – einschließlich eines OnlyFans-Models – wurden Opfer einer weniger ausgefeilten Variante.
Der Angriff ist besonders effektiv, weil er kaum Warnzeichen hinterlässt. Die abweichende URL ist nur einen Bruchteil einer Sekunde sichtbar, was es den Nutzern leicht macht, in die Falle zu tappen.
Um zu verhindern, dass du Opfer dieses Phishing-Angriffs wirst, raten Experten Folgendes:
Dieser Angriff zeigt, wie raffiniert Cyberkriminelle vorgehen. Durch cleveren Einsatz von X’s eigenen Funktionen und irreführenden Domains können sie selbst erfahrene Nutzer überzeugen.
Sei daher besonders vorsichtig bei unerwarteten Nachrichten oder Links, selbst wenn diese von einer vertrauenswürdigen Quelle zu kommen scheinen. Ein einziger Klick kann ausreichen, um deine Krypto-Assets, persönlichen Daten oder Online-Identität zu gefährden.
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