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Amerikanische Futures notierten am Donnerstagmorgen höher, nachdem die Vereinigten Staaten bekannt gaben, dass die Angriffe auf den Iran abgeschlossen sind. Damit erhielten Anleger kurzzeitig etwas Erleichterung nach einem schweren Börsentag am Mittwoch.
Futures auf den S&P 500 stiegen um 0,4 Prozent, während Nasdaq 100-Futures 0,6 Prozent höher notierten. Auch die Dow Jones-Futures verzeichneten Zuwächse. Dennoch ist die Ruhe noch lange nicht zurück. Golfstaaten meldeten feindliche Aktivitäten aus dem Iran und der Ölpreis kletterte erneut. WTI-Öl stieg um fast 3 Prozent auf etwa 92 Dollar pro Barrel.
Eine überraschende Enttäuschung kam von Oracle. Die Aktie verlor mehr als 11 Prozent nach Börsenschluss, nachdem das Softwareunternehmen ankündigte, weitere 20 Milliarden Dollar an Eigenkapital und Schulden für seine KI-Entwicklung aufzunehmen.

Anleger fragen sich zunehmend, wie viel Kapital die KI-Revolution tatsächlich benötigt. Solange die Zinsen niedrig und die Begeisterung hoch sind, werden enorme Investitionen als Wachstumsimpuls gesehen. Doch bei steigenden Zinsen und geopolitischer Unsicherheit wird der Kapitalbedarf zum Risiko.
Während des regulären Handels am Mittwoch erlitten Aktien bereits deutliche Verluste. Der Dow Jones verlor 953 Punkte, was einem Rückgang von 1,87 Prozent entspricht. Der S&P 500 fiel um 1,62 Prozent und der Nasdaq Composite verlor 1,98 Prozent.
Die Chipbranche stand erneut unter Druck. Damit setzt sich die Korrektur bei KI-bezogenen Aktien fort.
Laut Victoria Fernandez von Crossmark Global Investments suchen Anleger mittlerweile nach dem Gegenteil des KI-Trends. Sie beobachtet, dass Kapital in Sektoren fließt, die weniger von Momentum und hohen Bewertungen abhängig sind.
Sie nennt dabei unter anderem Pharmazie, Biotechnologie, Finanzwerte und Energie. Das ist ein wichtiges Signal. Der Markt verkauft nicht einfach alles. Es findet eine Rotation aus teuren Wachstumsaktien in Sektoren statt, die bisher zurückgeblieben sind.
Die geopolitische Lage bleibt unterdessen angespannt. Am Mittwoch drohte Trump, dass Teheran „den Preis zahlen wird“, wenn es zu lange dauert, eine Vereinbarung zu treffen. Zudem erklärte er, dass die USA Iran „sehr hart“ angreifen werden, falls nötig.
Kurz darauf folgten erneute US-Angriffe, die vom Central Command als Selbstverteidigungsmaßnahmen bezeichnet wurden. Das macht die Situation um den Waffenstillstand äußerst fragil. Solange keine klare Vereinbarung vorliegt, rechnet der Markt mit neuen Eskalationen, höheren Ölpreisen und zusätzlichem Inflationsdruck.
Heute verlagert sich der Fokus auf den amerikanischen Produzentenpreisindex. Dieser wird heute Nachmittag um 13:30 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht. Ökonomen erwarten, dass der PPI im Mai um 0,7 Prozent im Monatsvergleich gestiegen ist. Der Kern-PPI, ohne Lebensmittel und Energie, wird bei 0,5 Prozent erwartet.
Das ist niedriger als die starken Anstiege im April, aber immer noch stark genug, um die Federal Reserve wachsam zu halten.
Ein höherer PPI könnte die Inflationssorgen erneut befeuern. Das wäre schlecht für KI-Aktien, Gold, Bitcoin (BTC) und andere zinssensitive Vermögenswerte. Ein positiver Ausreißer könnte hingegen etwas Erleichterung verschaffen, insbesondere nach dem Verkaufsdruck der letzten Tage.
Auch die wöchentlichen Anträge auf Arbeitslosenunterstützung werden wichtig. Solange der Arbeitsmarkt stark bleibt, hat die Fed keinen Grund zur Lockerung.
Die USA bombardierten vergangene Nacht iranische Systeme, Iran beschoss im Gegenzug US-Stützpunkte. Dennoch sind die Märkte nun im Plus.
Die Oracle-Aktie fiel nachbörslich, nachdem die hohen Rechenzentrumskosten das starke AI-Wachstum überschatteten. Anleger wurden nervös.
ASML wird nach Verhandlungen mit den niederländischen Gewerkschaften weniger Stellen abbauen als ursprünglich geplant.
XRP-Investoren verkaufen zunehmend mit Verlust, ein Signal, das laut On-Chain-Daten häufig in der Nähe von Tiefpunkten auftritt.
ChatGPT skizziert drei Szenarien für den XLM-Kurs Ende 2026. Im extrem bullishen Fall könnte der Coin auf bis zu 3 Dollar klettern.
Der Bitcoin-Kurs ist um mehrere Prozent gesunken nach dem Verkauf von Strategy und sehr schlechten Nachrichten über den Iran-Krieg. Das ist wichtig zu wissen.