Eric Council Jr., der Verdächtige hinter dem Hack des offiziellen X-Kontos der US-amerikanischen Securities and Exchange Commission (SEC), darf während der Feiertage vorübergehend reisen. Der mutmaßliche Hacker sorgte Anfang dieses Jahres für Aufsehen auf dem Kryptomarkt, indem er eine gefälschte Nachricht veröffentlichte, die suggerierte, dass Bitcoin-Exchange-Traded-Funds (ETFs) genehmigt worden seien.
Richterin Amy Berman Jackson genehmigte die Reise nach North Carolina zwischen dem 23. und 29. Dezember unter strengen Auflagen. Council muss den „Pre-Trial Services mindestens zwei Werktage vor der Abreise eine vollständige Reiseroute und eine Aufenthaltsadresse vorlegen.“ Dies geht aus Gerichtsunterlagen vom 13. Dezember hervor.
Der Hack, der den Kryptomarkt erschütterte
Am 9. Januar soll Council über einen SIM-Swap-Angriff Zugriff auf das X-Konto der SEC erhalten haben. Er veröffentlichte eine gefälschte Nachricht, in der behauptet wurde, dass die SEC Bitcoin-ETFs genehmigt habe. Diese Ankündigung führte zu einem kurzfristigen Anstieg des Bitcoin-Preises um mehr als 1.000 USD. Die falsche Meldung enthielt sogar ein erfundenes Zitat des SEC-Vorsitzenden Gary Gensler. Erst 24 Stunden später gab die SEC ihre tatsächliche Entscheidung zu den Anlageprodukten bekannt, was den Markt wieder etwas stabilisierte.
Die FBI verhaftete Council am 17. Oktober in Alabama. Er hat sich in den Anklagepunkten Verschwörung, Identitätsdiebstahl und Betrug mit Zugangsvorrichtungen für nicht schuldig erklärt. Ein Prozessdatum wurde noch nicht festgelegt, jedoch hat das Gericht die Parteien angewiesen, bis zum 17. Januar eine Einigung über ein Plädoyer zu erzielen.
Sicherheitsprobleme bei der SEC
Nach dem Hack meldete das Sicherheitsteam von X, dass das SEC-Konto keine Zwei-Faktor-Authentifizierung aktiviert hatte, was möglicherweise zur Anfälligkeit beigetragen hat. Der Vorfall unterstreicht die Notwendigkeit strengerer Sicherheitsmaßnahmen, insbesondere bei einflussreichen Institutionen. Im Mai meldete die SEC allerdings keine Probleme bei der Genehmigung von Ethereum-Spot-Produkten.
Auswirkungen auf die Kryptowelt
Der Fall gegen Council wirft einen Schatten auf den Kryptosektor, der zunehmend mit regulatorischem Druck und Sicherheitsfragen konfrontiert wird. Experten betonen, dass Hacks von Regierungsinstitutionen nicht nur Marktschwankungen verursachen, sondern auch das Vertrauen in sowohl den Markt als auch die Behörden untergraben.
Bleiben Sie über die neuesten Entwicklungen in diesem Fall und in der Kryptolandschaft auf dem Laufenden. Folgen Sie uns für weitere Nachrichten zu Bitcoin, Regulierung und Markttrends.
Belgischer Teenager wegen Phishing-Netzwerks im Umfang von einer halben Million festgenommen
Die belgischen Behörden haben einen 19-jährigen Verdächtigen festgenommen, der nach Angaben der Justiz eine wichtige Rolle in einem europäischen Phishing- und Geldwäschenetzwerk gespielt haben soll.
Bitcoin-Vermögen eines Drogenhändlers landete im Müll – bis Europol eingriff
Irische Behörden sichern 1.500 Bitcoin aus verloren geglaubten Wallets eines Drogenhändlers und werfen damit neue Fragen zu Private Keys auf.
Wie ein Anruf in 8 Millionen Krypto-Lösegeld endete
Laut der veröffentlichten Anklageschrift begann der Cyberangriff im Mai 2025 mit Social Engineering.
Meist gelesen
XRP verschwindet in großem Stil von Binance: Was bedeutet das für den Kurs?
Viele XRP-Halter ziehen ihre Coins von der Kryptobörse Binance in eigene Wallets ab. Kann das dem Kurs neuen Schwung geben?
AI-Prognose: Wie wahrscheinlich ist es, dass XRP bis 2030 auf 20 Dollar steigt?
Das KI-Modell ChatGPT schätzt die Wahrscheinlichkeit für einen XRP-Kurs von 20 Dollar im Jahr 2030 als gering ein. Die mittlere Prognose liegt deutlich niedriger.
Warum der November 2026 für Ripple und XRP bedeutend sein könnte
Eine neue SWIFT-Aktualisierung im November 2026 und ein Konzept eines ehemaligen SWIFT-Veteranen nähren die Spekulationen über eine Rolle von XRP.
