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Der seit Jahren schwelende Konflikt zwischen Elon Musk und OpenAI-Chef Sam Altman ist erneut eskaliert. Nachdem Apple OpenAI wegen des mutmaßlichen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen verklagt hatte, lieferten sich die beiden Milliardäre auf X einen öffentlichen Schlagabtausch.
Die Beiträge wurden schnell persönlich. Damit rückt die seit Langem bestehende Rivalität der einstigen Mitgründer wieder in den Fokus.
Auslöser des jüngsten Wortgefechts war ein Bericht über eine Klage, die Apple am Freitag gegen OpenAI eingereicht hat. Nach Darstellung von Apple soll sich das KI-Unternehmen Geschäftsgeheimnisse widerrechtlich angeeignet haben.
Elon Musk reagierte auf X nahezu umgehend mit der Bemerkung: „Betrüger-Altman schlägt wieder zu …“ Den Spitznamen hatte Musk zuletzt bereits mehrfach für den OpenAI-Chef verwendet. Kurz darauf folgten weitere Beiträge, in denen Musk Altman Täuschung und Betrug vorwarf.
Zudem veröffentlichte er ein Bild von Altman mit dem Satz „Ich mache das, weil ich es liebe“. Musk kommentierte dazu: „Mit ‚das‘ meint er Betrug.“ Wenig später legte er nach, Altman habe möglicherweise mehr Freude am Betrügen als jeder andere Mensch.
OpenAI wies die Vorwürfe zurück. Ein Sprecher erklärte, das Unternehmen habe „keinerlei Interesse an den Geschäftsgeheimnissen anderer Unternehmen“.
Die Serie von Beiträgen blieb nicht unbeantwortet. Altman reagierte auf X mit einer Spitze gegen Musk und dessen Raumfahrtunternehmen SpaceX.
„Mein Lieber, du bist doch derjenige, der Investoren von Rechenzentren im All in naher Zukunft überzeugen will“, schrieb Altman.
Musk gab die Retourkutsche umgehend zurück. „Wir schicken sie nächstes Jahr ins All. Vielleicht kannst du zuschauen, falls deine Aufsicht das erlaubt.“
Später verwies Altman auch auf die jüngste Vorstellung des neuen OpenAI-Modells GPT 5.6 Sol. Der beste Gradmesser für die Qualität des Modells sei aus seiner Sicht, dass Musk sich wieder zwanghaft mit ihm beschäftige.
Als ein anderer Nutzer nahelegte, Altman habe Angst vor Apple, entgegnete er, er fürchte das Technologieunternehmen nicht, sondern habe vielmehr „enorm großen Respekt“ davor.
Die Spannungen zwischen Musk und Altman reichen bis zur Gründung von OpenAI im Jahr 2015 zurück. Beide Unternehmer gehörten zu den Initiatoren der Organisation, die damals als gemeinnütziges Forschungsinstitut für künstliche Intelligenz gegründet wurde.
Musk zog sich 2018 aus dem Verwaltungsrat zurück. Später warf er Altman vor, OpenAI mithilfe einer komplexen Struktur in ein kommerzielles Unternehmen umzubauen. Der Streit landete in diesem Jahr vor einem Gericht in Kalifornien; die Geschworenen entschieden am Ende zugunsten von OpenAI und Altman. Musk hat inzwischen angekündigt, gegen das Urteil Berufung einzulegen.
Das Verhältnis verschlechterte sich weiter, nachdem Musk nach Darstellung von OpenAI versucht hatte, die vollständige Kontrolle über die Organisation zu erlangen und OpenAI mit Tesla zusammenzuführen. Als dieser Vorschlag abgelehnt wurde, stellte Musk seine zugesagte Finanzierung ein.
Neben den persönlichen Angriffen nimmt auch der geschäftliche Konkurrenzdruck weiter zu. SpaceX brachte in dieser Woche über das Tochterunternehmen xAI das KI-Modell Grok 4.5 heraus, während OpenAI nahezu zeitgleich GPT 5.6 Sol präsentierte.
Auch juristisch stehen sich die Parteien gegenüber. Musk hat jüngst selbst Klage gegen Apple und OpenAI eingereicht. Seiner Ansicht nach bevorzugen die beiden Unternehmen OpenAI-Produkte im App Store, wodurch Grok für Nutzer weniger sichtbar sei.
Unterdessen bereiten sich beide Unternehmen auf die nächste Wachstumsphase vor. SpaceX nahm kürzlich bei seinem Börsengang die Rekordsumme von 75 Milliarden Dollar ein, während OpenAI vertraulich an einem eigenen Börsendebüt arbeitet.
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