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Der Börsengang von SpaceX verspricht einer der größten aller Zeiten zu werden. Dennoch setzt das Forschungsinstitut Morningstar ein bemerkenswertes Fragezeichen hinter die Bewertung des Raumfahrtunternehmens von Elon Musk. Laut den Analysten ist die Aktie lediglich 63 Dollar wert, während der erwartete Einführungspreis bei 135 Dollar liegt. Um diesen Preis zu rechtfertigen, muss nahezu alles perfekt laufen.
Morningstar bewertet SpaceX mit 63 Dollar pro Aktie. Das entspricht einem Abschlag von 53 Prozent gegenüber dem erwarteten Einführungspreis von 135 Dollar.
Analyst Nicolas Owens erklärt, dass diese Bewertung weniger mit Pessimismus zu tun hat, sondern vor allem mit Wahrscheinlichkeiten. Das Forschungsinstitut hat verschiedene Szenarien für das zukünftige Wachstum von SpaceX durchgerechnet und kam zu dem Schluss, dass die aktuelle Marktbewertung nur unter sehr optimistischen Bedingungen erreichbar ist.
Die Kernaktivitäten des Unternehmens, darunter Raketenstarts und das Satelliteninternet Starlink, stehen laut Morningstar für etwa 40 Dollar pro Aktie. Gerade diese Bereiche sind am besten abzuschätzen und liefern bereits konkrete Ergebnisse.
Der Rest der Bewertung hängt von Technologien ab, die sich noch nicht bewährt haben. Im Vordergrund steht dabei Starship. SpaceX muss nachweisen, dass die Rakete vollständig und schnell wiederverwendbar wird, sodass mehrere Starts pro Woche möglich sind.
Zudem setzt der Markt auf ein zweites ambitioniertes Projekt: KI-Rechenzentren im All. Diese im Orbit befindlichen Zentren sollen günstige Raumfahrt, unbegrenzte Solarenergie und fortschrittliche KI-Infrastruktur nutzen. Laut Morningstar ist jedoch unklar, ob das technisch und wirtschaftlich machbar ist. Selbst im optimistischsten Szenario erwarten die Analysten erst um 2028 mehr Klarheit über diese Projekte.
Morningstar arbeitet mit drei Szenarien für die Zukunft von SpaceX. Nur das optimistischste Szenario, intern als Moonshot bezeichnet, kommt in die Nähe des Einführungspreises.

In diesem Szenario gelingt es SpaceX, einen großen Teil der weltweiten KI-Kapazität aus dem All zu liefern. Dann würde der geschätzte Wert auf etwa 154 Dollar pro Aktie steigen.
Dennoch räumt Morningstar diesem Szenario nur eine Wahrscheinlichkeit von sieben Prozent ein.
Laut den Berechnungen müsste ein Anleger der Moonshot-Variante eine Wahrscheinlichkeit von etwa 77 Prozent zuerkennen, um den IPO-Preis von 135 Dollar zu rechtfertigen. Das halten die Analysten für viel zu optimistisch.
Für Anleger bedeutet das laut Morningstar, dass sie nicht nur für den Erfolg von Starlink und Raumfahrt zahlen, sondern vor allem für eine lange Liste zukünftiger Ambitionen. Dazu zählen orbitale KI-Rechenzentren, Chipproduktion im All und letztlich sogar Kolonien auf dem Mars.
Steve Eisman, eine Big Short-Legende, sieht wenig Anlass, in SpaceX bei dessen Börsengang zu investieren.
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