SpaceX plant möglicherweise den größten Börsengang aller Zeiten. Jüngsten Berichten zufolge könnte Elon Musks Unternehmen bereits in dieser Woche vertrauliche Dokumente für eine Notierung im Juni 2026 einreichen. Mit einer angestrebten Kapitalaufnahme von über 75 Milliarden Dollar wäre dieser IPO größer als alle US-Börsengänge zusammen im Jahr 2025.
Das klingt wie ein Traum für Anleger. Doch gerade bei solchen Megadeals lauert oft die größte Gefahr in zu viel Enthusiasmus am ersten Tag.
Eine gigantische Bewertung
Der Börsengang folgt auf die Aktienfusion von SpaceX mit xAI, Elon Musks KI-Unternehmen, Anfang dieses Jahres. Diese Kombination würde den Konzern auf etwa 1,25 Billionen Dollar bewerten.
Damit erhalten Anleger Zugang zu einem einzigartigen technologischen Portfolio:
- Starship-Raketen
- Starlink-Satelliteninternet
- KI-Modelle von xAI
SpaceX erzielte bereits im letzten Jahr mehr als 10 Milliarden Dollar Umsatz aus Starlink. Für 2026 werden noch höhere Erwartungen gehegt. Doch genau hier liegt das Problem: Ein großer Teil dieser Zukunftserwartungen scheint bereits fest in der Bewertung verankert zu sein.
Warum der Einstieg am ersten Tag riskant sein kann
Für private Anleger ist ein populärer Börsengang oft weniger attraktiv als es scheint. Der Grund ist einfach: Die meisten Kleinanleger erhalten keine Aktien zum Ausgabepreis. Sie kaufen erst, wenn der Handel beginnt, häufig nachdem der Kurs bereits stark gestiegen ist.
Dies kann aus drei Gründen riskant sein:
- Die Hype ist meist bereits im Preis enthalten: Bei solchen Börsengängen zahlen Anleger nicht nur für den aktuellen Umsatz, sondern auch für Jahre des Optimismus.
- Institutionelle Investoren realisieren häufig schnell Gewinne: Große Anleger, die günstig eingestiegen sind, verkaufen oft direkt nach dem ersten Kurssprung.
- Lock-up-Periode kann später zusätzlichen Druck erzeugen: Ungefähr sechs Monate nach dem Börsengang dürfen frühe Investoren und Insider häufig verkaufen. Das führt regelmäßig zu zusätzlichem Verkaufsdruck.
Geduld zahlt sich beim Einstieg aus
Viele Analysten raten daher, nicht der ersten Euphorie hinterherzulaufen. Eine ruhigere Strategie, wie etwa gestreuter Kauf nach einem möglichen Rückgang, kann ein deutlich günstigeres Risiko-Rendite-Profil bieten.
Anleger, die SpaceX wirklich im Auge behalten wollen, sollten auf einige fundamentale Punkte achten:
- Gelingt es, Starship in großem Maßstab wiederverwendbar zu machen?
- Verbessern sich die Margen bei Starlink?
- Werden ambitionierte Pläne wie orbitale KI-Rechenzentren tatsächlich umgesetzt?
SpaceX bleibt zweifelsohne eines der faszinierendsten Unternehmen der Welt. Doch ein großartiges Unternehmen ist nicht automatisch ein großartiger Kauf zu jedem Preis.
Bei einem Börsengang dieser Größenordnung ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Eröffnungskurs vor allem aus Hype, Musk-Prämie und jahrelangen Zukunftserwartungen besteht. Für viele Anleger ist die beste Chance daher vielleicht nicht die erste, sondern die zweite.
Interessanterweise hält SpaceX auch 8.285 Bitcoin in seiner Bilanz. Diese Bitcoin besitzt das Unternehmen bereits seit 2021. Nach der Börsennotierung könnte SpaceX das wertvollste Bitcoin-Börsenunternehmen der Welt werden.
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