Der US-Milliardär und Hedgefonds-Legende Ray Dalio warnt, dass die Märkte erneut Überhitzungserscheinungen zeigen. In einem Interview mit CNBC sagte er, sein eigener „Blasenindikator“ stehe derzeit auf einem besorgniserregend hohen Niveau. Hat das Konsequenzen für den Bitcoin (BTC)-Kurs?
Blasen, die immer weiter anschwellen
„Es gibt eine Menge Blasenverhalten“, so Dalio. „Ich habe einen Indikator, der mehrere Faktoren kombiniert – es würde zu lange dauern, sie alle zu erklären –, aber dieser Indikator steht klar hoch. Es geht nicht nur um das Preisniveau, sondern auch darum, wer die Vermögenswerte hält, wie sie finanziert werden und welche Dynamik darunterliegt.“
Dalio zufolge entstehen Blasen meist in Phasen straffer Geldpolitik, doch die derzeitigen Rahmenbedingungen sind anders: Die Wirtschaft schwächt sich ab, während Zentralbanken über Zinssenkungen nachdenken. Das könnte die Blase sogar noch weiter aufblähen, bevor sie platzt.
„Schaut man auf große Teile der Wirtschaft, sieht man eine Abschwächung“, sagte er. „Gleichzeitig bildet sich in anderen Marktsegmenten eine Blase. Eine Geldpolitik, die versucht, beiden Situationen gerecht zu werden, funktioniert nicht – sie bläst die Blase nur weiter auf.“
Parallelen zu 1929 und 1999
Dalio zieht Parallelen zu früheren Bullenmärkten in ihrer Endphase, etwa 1927–1928 und 1998–1999 – kurz vor großen Korrekturen. „Wir können vielleicht nicht genau sagen, wann die Blase platzt“, sagt er, „aber wir können sehr wohl sagen, dass viel Risiko im System steckt.“
Mit anderen Worten: Die Kombination aus schwächerem Wachstum, lockernder Geldpolitik und spekulativem Verhalten schafft ein fragiles Gleichgewicht. Der Markt schwebt zwischen Euphorie und Realität – und genau in dieser Phase sind Anleger laut Dalio am verwundbarsten.
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