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Immer mehr Bitcoin (BTC) wandern von nervösen Neueinsteigern zu abgeklärten, erfahrenen Investoren. Ein Analyst spricht von einem „interessanten Trend“, der häufig gegen Ende eines Krypto-Winters zu beobachten ist.
Noch nicht einmal ein Viertel aller Bitcoin befindet sich bei sogenannten Kurzfrist-Haltern, wie der CryptoQuant-Analyst Darkfost auf der Social-Media-Plattform X mitteilte.
„Kurzfrist-Halter werden am Markt seltener, und das ist positiv“, schreibt er.
Nach der Definition des Analysehauses Glassnode gilt ein Bitcoin als kurzfristig gehalten, solange er weniger als 155 Tage auf derselben Adresse liegt, also rund 5,1 Monate. Die oberste Kategorie von Darkfost reicht etwas darüber hinaus, bis zu sechs Monate.
Dieses Label hängt also am Coin und nicht am Besitzer. Wechselt ein Bitcoin den Besitzer, beginnt die Zählung wieder bei null, auch wenn der Käufer ihn über Jahre halten will. Dasselbe gilt, wenn man seine Bitcoin in eine andere eigene Wallet verschiebt.
Verkäufe senken den Anteil deshalb nicht. Der Coin wandert lediglich zu einem neuen Besitzer und bleibt in derselben Kategorie. Der Anteil kann nur sinken, wenn Coins liegen bleiben und die Schwelle von 155 Tagen überschreiten.
Kurzfrist-Halter gelten als die nervösen Marktteilnehmer. Sie haben erst vor Kurzem gekauft, liegen noch nahe an ihrem Einstiegskurs und blicken deshalb besonders häufig auf den Bildschirm.
Das macht sie berüchtigt. Sie steigen spät ein, wenn der Kurs bereits stark gestiegen ist und die Nachrichtenlage überall präsent ist, und werfen ihre Coins beim ersten Rücksetzer wieder auf den Markt. Weil viele von ihnen gleichzeitig reagieren, verstärkt ihre Panik genau den Rückgang, dem sie entgehen wollen.
Langfrist-Halter sind das Gegenstück. Statistisch gesehen verkaufen sie bei Kursschwankungen kaum noch. Was sich derzeit zeigt, gilt daher als positive Entwicklung.
„Entscheidend ist die Balance: Wer die Wahrscheinlichkeiten zu seinen Gunsten verschieben will, positioniert sich in Phasen großer Gleichgültigkeit, wenn Kurzfrist-Halter seltener werden“, schreibt Darkfost.
Zugleich zeigt sich, dass immer mehr Langfrist-Halter inzwischen im Minus liegen.
Dieser Wert war noch nie so hoch. In der Grafik oben ist gut zu erkennen, dass frühere Spitzen stets mit dem Boden des Bärenmarkts zusammenfielen.
Auch mit Blick auf den vierjährigen Bitcoin-Zyklus müsste der Krypto-Winter nicht mehr allzu lange dauern. Sollte sich die Geschichte wiederholen, würde Bitcoin Anfang Oktober ein Tief erreichen. Sicher ist das allerdings keineswegs.
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