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Der Bitcoin-Kurs ist in den vergangenen 24 Stunden um 0,48 Prozent gefallen. Bitcoin (BTC) notiert damit bei rund 63.300 Dollar. Der Rückgang kommt, obwohl der amerikanische S&P 500 gestern auf einem Rekordstand von mehr als 7.800 Punkten schloss. Das Momentum liegt weiterhin klar bei Aktien.

Der Bitcoin-Kurs gibt erneut leicht nach.
Der Bitcoin-Kurs gibt erneut leicht nach. Quelle: TradingView

Entspannte Inflationsdaten stützen Bitcoin nicht

In dieser Woche wurden in den Vereinigten Staaten der Verbraucherpreisindex (CPI) und der Erzeugerpreisindex (PPI) veröffentlicht. Beide fielen niedriger aus als erwartet. Theoretisch wäre das positiv für Bitcoin, weil dadurch weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank weniger dringlich erscheinen. Der Kurs konnte davon jedoch nicht profitieren.

Das dürfte vor allem daran liegen, dass der Ölpreis weiterhin im Bereich von 85 bis 90 Dollar je Barrel liegt. Entsprechend sorgt sich der Markt zu Recht um die Inflationsdaten der kommenden zwei Monate.

Die Inflationsdaten dieser Woche beziehen sich schließlich auf einen Zeitraum, in dem die Ölpreise gerade erst wieder etwas anzogen. In den kommenden Monaten dürften die aktuellen Ölpreise dagegen nahezu vollständig in den Inflationszahlen sichtbar werden.

Vor diesem Hintergrund dürfte der Markt zu dem Schluss gekommen sein, dass diese Daten nur begrenzte Aussagekraft haben.

USA erhöhen den Druck auf Iran weiter

Gleichzeitig zeichnet sich vorerst keine Entspannung der geopolitischen Lage ab. Die Vereinigten Staaten wollen den wirtschaftlichen Druck auf Iran weiter erhöhen. Nach Angaben von Finanzminister Scott Bessent arbeitet Washington an Maßnahmen gegen Iran „in bislang beispiellosem Umfang“. Die wirtschaftliche Isolierung soll mit der amerikanischen Militärblockade rund um Iran und die Straße von Hormus einhergehen.

Auch militärisch stellt sich Washington offenbar auf eine längere Konfrontation ein. Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte, die Vereinigten Staaten könnten die Seeblockade Irans grundsätzlich „auf unbestimmte Zeit“ aufrechterhalten. Kriegsschiffe werden dabei rotiert, um die amerikanische Präsenz in der Region zu sichern.

Das betrifft inzwischen auch die Flugzeugträger. Die USS George Washington ist unterwegs, um die USS Abraham Lincoln abzulösen. Letztere ist bereits seit mehr als 250 Tagen im Nahen Osten im Einsatz und sollte ursprünglich schon im Mai zurückkehren. In den vergangenen Tagen gab es rund um das Schiff zudem Berichte über Versorgungsprobleme, hohe Belastung und schlechter werdende Bedingungen für die Besatzung.

Für die Finanzmärkte ist vor allem relevant, dass wenig auf eine rasche Normalisierung rund um Iran und die Straße von Hormus hindeutet. Solange die Blockade anhält und die Vereinigten Staaten den Druck weiter erhöhen, bleibt eine deutliche geopolitische Risikoprämie im Ölpreis enthalten.

Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass höhere Energiepreise in den kommenden Monaten erneut in den Inflationsdaten sichtbar werden. Zugleich erklärt es, warum Bitcoin von den niedriger als erwarteten CPI- und PPI-Daten dieser Woche kaum profitiert.

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