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Der Bitcoin-Kurs hat erneut einen schweren Schlag erlitten. Die größte Kryptowährung der Welt fiel in der Nacht auf etwa 61.400 Dollar und verlor damit über vierzehn Prozent innerhalb einer Woche. Während sich Anleger fragen, was hinter dem starken Einbruch steckt, hat sich Strategy-Chef Michael Saylor zur Situation geäußert.

Saylor zufolge gibt es kein fundamentales Problem bei Bitcoin (BTC). Der bekannte Unternehmer verweist vielmehr auf einen anderen Sektor, der derzeit Milliarden an Investitionen anzieht: künstliche Intelligenz.

Bitcoin-Kurs unter Druck durch Kapitalstrom in Richtung KI

In einem Beitrag auf X erklärte Saylor, dass die Kapitalmärkte derzeit den Ausbau der KI-Infrastruktur in historischem Ausmaß finanzieren. Ihm zufolge sind in den vergangenen sechs Monaten etwa 400 Milliarden Dollar in KI-Projekte geflossen.

Gleichzeitig verzeichnete der Markt für US-Spot-Bitcoin-ETFs seit Mitte Mai einen Abfluss von etwa vier Milliarden Dollar. Laut Saylor erklärt das weitgehend, warum der Bitcoin-Kurs unter Druck steht.

„Das ist eine Kapitalrotation, keine Verschlechterung von Bitcoin“, schrieb er. „Volatilität schafft Chancen.“

Mit anderen Worten: Große Anleger würden laut ihm vorübergehend Geld aus Bitcoin abziehen, um von dem enormen KI-Hype zu profitieren. Sobald dieser Kapitalstrom nachlässt, könnte ein Teil des Kapitals zurück in den Kryptomarkt fließen.

Bitcoin-Verkauf durch Strategy sorgt für Unruhe

Saylors Erklärung kommt zu einem bemerkenswerten Zeitpunkt. Anfang dieser Woche gab Strategy bekannt, dass es 32 Bitcoin verkauft hat. Obwohl dies nur ein sehr kleiner Teil des gesamten Bestands ist, sorgte die Nachricht für Unruhe unter Anlegern.

Analysten sagen, dass der Verkauf die negative Stimmung weiter verstärkt hat. Strategy hält nach wie vor 843.706 Bitcoin und bleibt damit der mit Abstand größte börsennotierte Bitcoin-Inhaber weltweit.

Kritiker sehen die Situation weniger positiv als Saylor. Auf sozialen Medien weisen Händler darauf hin, dass die Kombination aus ETF-Abflüssen, dem unerwarteten Verkauf durch Strategy und der schwachen Performance von Bitcoin ein besorgniserregendes Bild zeichnen.

Ein populärer Händler auf X schrieb sogar, dass Bitcoin derzeit „zerbrochen“ aussieht und verwies dabei speziell auf den Verkauf durch Saylors Unternehmen.

Warum sich einige Analysten Sorgen machen

Während Aktienmärkte und verschiedene Rohstoffe nahe Rekordhöhen notieren, bleibt Bitcoin deutlich zurück. Das nährt die Diskussion über die Ursache der aktuellen Korrektur.

Befürworter von Saylors Theorie sehen vor allem eine vorübergehende Kapitalverlagerung in Richtung KI. Pessimisten ziehen eine weitaus düsterere Schlussfolgerung und behaupten, dass die Nachfrage nach Bitcoin schlichtweg nachlässt.

In den kommenden Wochen werden vor allem der Zufluss in Bitcoin-ETFs und das Verhalten institutioneller Anleger entscheidend sein. Wenn die Abflüsse anhalten, könnte der Druck auf den Bitcoin-Kurs weiter zunehmen. Kehrt das Kapital in den Kryptobereich zurück, könnte sich die aktuelle Korrektur im Nachhinein als lediglich vorübergehende Unterbrechung des langfristigen Trends erweisen.

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