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Bitcoin (BTC) hat in der vergangenen Nacht einen deutlichen Rückgang erlebt. Nach einigen schwierigen Tagen fiel der Kurs innerhalb von nur vier Stunden um mehr als 6 Prozent. Bitcoin erreichte damit den tiefsten Stand seit Februar, was vor allem spekulativen Händlern zuzuschreiben ist.
Der Bitcoin-Kurs stürzte von 65.600 Dollar auf den tiefsten Stand seit dem 6. Februar bei 61.300 Dollar. Gegen 04:00 Uhr wurde der Tiefpunkt erreicht, woraufhin sich der Kurs um mehr als 4 Prozent auf etwa 64.000 Dollar erholte.

Schon die ganze Woche über herrscht ein Abwärtstrend. Aktuell steht ein Verlust von mehr als 13 Prozent an den Tafeln, was diese Woche zur schlechtesten seit Anfang März des vergangenen Jahres machen würde.
Die Ursache für den heftigen Einbruch der vergangenen Nacht liegt allerdings auf dem Derivatemarkt. Dort setzen Trader mit Hebel auf Kursbewegungen. Hebel bedeutet, dass man mit geliehenem Geld handelt, wodurch sowohl Gewinne als auch Verluste stark vergrößert werden.
Nach Angaben von CoinGlass wurden in den vergangenen 24 Stunden Long-Positionen im Wert von 1,35 Milliarden Dollar liquidiert. Ein Long ist einfach gesagt eine Wette auf einen steigenden Kurs.
Sobald sich der Preis zu stark gegen einen solchen Trader bewegt, schließt die Börse die Position automatisch. Das hinterlegte Kapital reicht dann nicht mehr aus, um den Verlust zu decken. Das nennt man eine Liquidation.
Und genau hier liegt das Problem. All diese Zwangsverkäufe üben zusätzlichen Verkaufsdruck aus, wodurch der Kurs noch weiter sinkt. Das wiederum löst neue Liquidationen aus, sodass der Rückgang wie eine Lawine durch den Markt rollt.
Insgesamt verloren rund 271.000 Trader ihre Positionen. Bitcoin war für 9,10 Millionen Dollar an Long-Liquidationen verantwortlich, und Ethereum brachte weitere 1,78 Millionen Dollar ein.
Auch die amerikanischen Bitcoin-ETFs tragen seit Längerem zum schwachen Kursverlauf bei. Gestern wurden 396,6 Millionen Dollar aus den Fonds abgezogen, und der Abfluss für diese Woche liegt bereits bei fast 1,4 Milliarden Dollar.
Dies war zudem der 13. rote Handelstag in Folge, an dem die Verluste auf etwa 4,3 Milliarden Dollar angewachsen sind. Seit der Einführung im Januar 2024 haben die Börsenprodukte nicht so schlecht abgeschnitten wie jetzt.

Es gibt auch eine technische Komponente in dieser Entwicklung. Seit Anfang Februar bewegte sich Bitcoin in einem aufsteigenden Kanal, einer Preiszone mit festen Ober- und Untergrenzen, zwischen denen der Kurs schwankt. Am vergangenen Montag brach die Coin durch die untere Linie dieses Kanals.
Für viele Händler ist das ein Signal zu verkaufen. Sobald die Unterstützung unterhalb des Kurses wegfällt, ist der Weg nach unten offen.
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