Michael Saylor deutet erneut auf einen frischen Bitcoin-Kauf (BTC) durch sein Unternehmen Strategy hin – obwohl der Wert von Bitcoin-Treasury-Unternehmen weltweit deutlich eingebrochen ist. Der Chef teilte am Sonntag auf X eine Grafik des Saylor Bitcoin Trackers mit dem Text: „Der wichtigste orange Punkt ist immer der nächste.“ Doch was meint er genau – steht tatsächlich wieder ein Großkauf bevor?
Corporate Bitcoin-Treasuries hinken Strategy hinterher
Die Grafik zeigt 82 einzelne Käufe mit insgesamt 640.250 BTC, aktuell rund 69 Milliarden Dollar wert. Das liegt etwa 45,6 Prozent über dem durchschnittlichen Einstandspreis von 74.000 Dollar pro Bitcoin. Saylor zeigt sich von den jüngsten Korrekturen am Markt jedoch unbeeindruckt. Es wird erwartet, dass Saylor noch heute einen neuen Kauf ankündigt – nach ähnlichen Posts ist das bereits mehrfach vorgekommen.
Laut Daten von BitcoinTreasuries bleibt Strategy mit Abstand der größte Bitcoin-Halter unter Unternehmen weltweit. Das Unternehmen hält fast 2,5 Prozent der gesamten Bitcoin-Supply – mehr als die fünfzehn größten börsennotierten Miner und Firmen zusammen.
Auf Platz zwei steht MARA Holdings (Marathon Digital) mit 53.250 BTC, gefolgt von XXI (CEP) mit 43.514 BTC. Das japanische Metaplanet und die Bitcoin Standard Treasury Company (CEPO) komplettieren die Top fünf.
Anleger bewerten Bitcoin-Unternehmen unter dem Wert ihrer Reserven
Doch es ist nicht alles positiv in der Welt der Bitcoin-Treasuries. Aus einer Studie von 10x Research geht hervor, dass die Nettovermögenswerte (NAVs) dieser Unternehmen deutlich gesunken sind – Milliarden an Buchgewinnen sind verdampft. Viele Firmen, die während des Bullenmarkts ihre Aktien zu hohen Aufschlägen ausgegeben haben, sehen ihre Bewertung nun wieder auf das Niveau ihrer tatsächlichen Bitcoin-Reserven zurückfallen.
So fiel die Enterprise Value (Unternehmenswert) von Metaplanet diese Woche erstmals unter den Wert seiner Bitcoin-Bestände. Die NAV-Ratio des Unternehmens lag bei 0,99 – das heißt, Anleger bewerten die Aktie inzwischen unterhalb des Werts der zugrunde liegenden BTC.
Trotz dieses Drucks wirkt Saylor unbeirrt. Mit seinem Hinweis auf „den nächsten orangefarbenen Punkt“ deutet er an, dass der nächste Kauf nicht weit entfernt ist. Die große Frage: Traut sich Strategy nach den jüngsten Korrekturen erneut, Milliarden in Bitcoin zu investieren?
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