Das japanische Investmentunternehmen Metaplanet kauft weiterhin aggressiv Bitcoin (BTC) ein. Mit einem neuen Kauf von 1.088 BTC, im Wert von 117,5 Millionen Dollar, steigt das Gesamtvermögen des Unternehmens auf 8.888 BTC.
Schritt näher am Ziel von 10.000 BTC
Der jüngste Kauf wurde mit 16,885 Milliarden Yen finanziert, was einem durchschnittlichen Kaufpreis von 108.051 Dollar pro BTC entspricht. Der strategische Schritt folgt auf eine frühere Anleiheemission von 50 Millionen Dollar zu null Prozent Zinsen. Damit folgt Metaplanet genau dem Ansatz von Strategy, dem börsennotierten Vorzeigeunternehmen für geschäftliche Bitcoin-Investitionen.
Metaplanet hat das Ziel ausgesprochen, bis Ende 2025 mindestens 10.000 BTC zu besitzen. Allein in diesem Jahr wurden bereits 7.126 BTC zur Bilanz des Unternehmens hinzugefügt. Seit der Umstellung auf eine Bitcoin-Strategie im April 2024 wuchs Metaplanet zum größten börsennotierten Bitcoin-Besitzer in Asien heran.
Nach dem heutigen Kauf verfügt Metaplanet über Bitcoins im Wert von über 930 Millionen Dollar in den Reserven. Damit kann es sich als zehntgrößter Besitzer weltweit bezeichnen. Strategy führt weiterhin die Liste mit einem beeindruckenden Bestand von 580.250 BTC an.
Aktienkurs von Metaplanet explodiert
Die Käufe sorgen für großes Interesse unter japanischen Investoren. Die Aktie von Metaplanet an der Tokyo Stock Exchange stieg heute um 2,34 Prozent auf 1.094 Yen. Auf Jahresbasis hat sich der Kurs sogar verzwanzigfacht. Allein im letzten Monat wurde ein Kursanstieg von 173 Prozent verzeichnet.
Der Aufschwung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der traditionelle japanische Anleihemarkt unter Druck steht. Viele Investoren suchen nach inflationsgeschützten Alternativen und sehen Bitcoin dabei als digitales Äquivalent zu Gold.
Dennoch ist nicht jeder begeistert. Die Aktien von Metaplanet handeln derzeit mit einer Prämie von 596.000 Dollar pro BTC – mehr als fünfmal der tatsächliche Marktpreis. Dies deutet einerseits auf Misstrauen in die japanische Wirtschaft hin, schürt andererseits aber auch Bedenken hinsichtlich einer möglichen Blase um sogenannte ‚Bitcoin-Proxy-Aktien‘. Investoren nehmen über solche Aktien indirekt eine Exposition gegenüber Bitcoin, zahlen dafür mittlerweile jedoch kräftig.
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