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Meta sorgt heute an der US-Börse für Bewegung: Im vorbörslichen Handel legt die Aktie um 6 Prozent zu. Der Facebook-Mutterkonzern schlägt einen neuen Kurs ein und will überschüssige KI-Rechenleistung an externe Kunden vermieten. Damit fordert Meta die etablierten Cloudriesen Amazon, Microsoft und Google heraus. Die Folge:
Meta baut einem Bericht von Bloomberg zufolge ein Cloudgeschäft auf, das externen Entwicklern KI-Rechenleistung und Modelle bereitstellen soll. Zwei Wege werden demnach geprüft.
Zum einen könnte Meta den Zugang zu KI-Modellen auf der eigenen Infrastruktur verkaufen, ähnlich wie es Amazon Web Services (AWS) mit Bedrock macht. Zum anderen könnte der Konzern reine Rechenleistung vermieten, wie es der Wettbewerber CoreWeave tut.
Das Projekt läuft unter dem Namen Meta Compute. Geleitet wird es von Infrastrukturchef Santosh Janardhan, Daniel Gross von Meta Superintelligence Labs und Meta-Präsidentin Dina Powell McCormick.
Die Meta-Aktie stieg im vorbörslichen Handel um 6,16 Prozent auf 597 Dollar. Am Dienstag hatte sie noch bei 563,29 Dollar geschlossen. In der Spitze lag das Plus sogar bei 8,6 Prozent.
Das ist eine bemerkenswerte Kehrtwende. Investoren hatten sich seit Monaten Sorgen über Metas Milliardenausgaben für Rechenzentren und KI-Chips gemacht, ohne klare Perspektive auf eine Rendite.
CEO Mark Zuckerberg hatte diese Richtung bereits im Mai in einem Gespräch mit Aktionären angedeutet.
„Das ist definitiv eine Option. Fast jede Woche melden sich externe Unternehmen bei uns, die einen API-Dienst wünschen oder Rechenkapazität von uns kaufen wollen – zu einem Aufschlag auf unsere eigenen Kosten“, sagte er damals.
Gemeint ist hier ein API-Dienst, bei dem Kunden nutzungsabhängig für KI-Anwendungen zahlen.
Der Markt für KI-Clouddienste ist inzwischen ein Milliardengeschäft. AWS, Azure und Google Cloud verdienen jedes Quartal zweistellige Milliardenbeträge mit der Vermietung von Rechenleistung und spezialisierten Chips.
Auch Elon Musks SpaceX mischt in diesem Wettbewerb mit. Das Raumfahrtunternehmen übernahm Anfang des Jahres das KI-Start-up xAI und vermietet seit Kurzem Rechenleistung aus seinem Rechenzentrum in Memphis unter anderem an Anthropic. Laut Bloomberg Intelligence könnte xAI damit bis 2030 einen Umsatz von rund 100 Milliarden Dollar erzielen.
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